Yahoo-Übernahme: Verizon und Time Inc zählen zu den Top-Kandidaten

29. Februar 2016 | Sonstiges | 0 Kommentare »

Aktuellen Medienberichten zufolge, könnte Yahoo schon bald aufgekauft werden. Zu den Top-Käufer-Kandidaten zählen neben dem US-Mobilfunkanbieter Verizon auch das US-amerikanische Medienunternehmen Time Inc, zu dem unter anderem die Nachrichtenzeitung Fortune gehört. Verhandlungen mit der Yahoo-Führungsetage seien bereits in der letzten Woche angelaufen. Offiziell gibt es bisher noch keine konkreten Gebote.

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Wie das Portal Fortune berichtet, geht es aktuell schon um die Höhe des Gebots. Verizon gilt mit einem Barvermögen von 5 Milliarden US-Dollar und einem Marktwert von 208 Milliarden US-Dollar als ziemlich solventer Mitbieter. Verizon CEO Lowell McAdam gab auch schon im Vorfeld eine Interessenerklärung ab. Die Fortune-Experten mutmaßen, dass Yahoos große Nutzerzahl auch der Verizon-Tochter AOL im Mobile-Video-Bereich von großem Nutzen sein dürfte. Den Aktionären könnte der Zukauf jedoch ein Dorn im Auge sein. Hinterfragt wird schließlich, ob denn ein Webportal der ersten Generation überhaupt eine Bereicherung für die Zukunft sei? Verizon solle schließlich mit dem Barvermögen achtsam umgehen und dieses für die bevorstehende Funkfrequenz-Auktion sparen.

Beim Thema Barvermögen und Potenz potentieller Mitbieter, sieht es bei Time Inc etwas weniger rosig aus, was einem rauschähnlichen Überbieten wohl eher entgegenwirken dürfte. Bei einem aktuellen Marktwert von 1,5 Milliarden US-Dollar und einem Barvermögen von 651 Millionen US-Dollar hat der Konzern nicht ganz so viel zu bieten wie etwa Verizon. Machbar wäre das Ganze jedoch dennoch, erklären die Fortune-Männer und werfen dabei den sogenannten Reverse Morris Trust in den Raum. Hierbei handelt es sich konkret um eine Fusion in eine neue Aktiengesellschaft, die wiederum in der Folge dann Anteile an Yahoo-Aktionäre ausgeben würde. Ein netter Nebeneffekt wäre dann auch noch eine nicht zu unterschätzende Steuerersparnis.

Neben den beiden Top-Kandidaten sollen auch zahlreiche Investoren, wie etwa Bankier Frank Quattrone an einer Übernahme von Yahoo interessiert sein. AT&T, Comcast oder der Axel-Springer-Verlag gelten als eher unwahrscheinliche Übernahme-Favoriten. Überraschungsgebote aus Asien wie etwa aus den Alibaba oder SoftBank Reihen wären noch möglich. Ein letzter Trumpf oder Rettungsversuch (je nach dem wie man es sehen will) wäre dann aber noch die Übernahme-Gespräche zu dementieren und die Führungsriege erneut auszutauschen.


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