WhatsApp-Gründer ruft erneut zur Löschung von Facebook auf

18. März 2019 | Sonstiges | 0 Kommentare »

WhatsApp-Gründer Brian Acton ruft die Nutzer von Facebook auf, ihre Accounts zu löschen und das Netzwerk zu verlassen. Auch andere Technologieunternehmen wie Google und Apple werden von ihm kritisiert und zwar unter anderem für ihre Kooperation mit autoritären Regimen.

Einer der Gründer von WhatsApp ist inzwischen zum Mahner und Warner geworden: Brian Acton hatte bereits vor etwa einem Jahr alle Nutzer aufgefordert, die Facebook-App zu löschen. Acton hatte WhatsApp mit gegründet und die Übernahme des Messengers 2014 durch Facebook nahezu von Anfang an kritisch gesehen. Facebook hatte damals rund 16 Milliarden Dollar für WhatsApp ausgegeben, das zu diesem Zeitpunkt kein Geld verdient hatte. Acton verließ das Unternehmen dann 2017 und begann damit, vor seinen einstigen Arbeitgebern zu warnen. Diese Warnung erneuerte er nun im Rahmen einer Rede, die er unlängst vor Studenten der Computerwissenschaften an der Stanford University gehalten hatte.

Acton erneuerte nicht nur seine Aufforderung, Facebook den Rücken zu kehren, er sprach auch über die Zusammenarbeit von Unternehmen wie Google und Apple mit autoritären Regierungen. So sprach er unter anderem den Umstand an, dass Apple die Daten chinesischer Nutzer in seiner iCloud inzwischen in einem lokalen Rechenzentrum in China unter der Co-Aufsicht eines regierungsnahen Unternehmens speichert, OSXi.de berichtete.

Ferner stellte er die Fähigkeiten der Unternehmen in Frage, ihren Job richtig zu machen: Apple habe etwa Probleme dabei zu entscheiden, was eine gute App und was eine schlechte App ist und Google bekommt die Entdeckung und Ausfilterung von Hate Speech einfach nicht in den Griff. Und obwohl die Unternehmen offenkundig nicht in der Lage seien, diese Dinge korrekt zu erkennen, gäben die Nutzer ihnen durch ihre Nutzungsentscheidung genau die Macht, diese wichtigen Entscheidungen für sie zu treffen.


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