Mark Zuckerberg hat zu viel Macht bei Facebook: Ex-Sicherheitschef fordert Rückzug des Firmengründers

22. Mai 2019 | Sonstiges | 0 Kommentare »

Facebooks ehemaliger Sicherheitschef Alex Stamos spricht sich für einen Rückzug von Mark Zuckerberg von der Unternehmensspitze aus. Der Ex-Facebook-Manager äußerte sich zugleich zur jüngst vermehrt aufgebrachten Forderung, Firmen von der Größe des Facebook-Netzwerks zu zerschlagen.

Facebooks Unternehmenskultur hat einen neuen, lautstarken Kritiker: Alex Stamos, früher Sicherheitschef bei Facebook, sprach auf einer Fachkonferenz im kanadischen Toronto über die Rolle von Facebook-CEO und Gründer Mark Zuckerberg. Laut Einschätzung von Stamos ist dessen Bedeutung für das Unternehmen zu allumfassend.

Man könne nicht umhin zu finden, dass Zuckerberg inzwischen einen derart massiven Einfluss auf Facebook und die Unternehmensstrategie habe, dass es möglicherweise zu viel des guten sei, so der frühere Sicherheitschef, der Facebook im letzten Jahr verlassen hatte, in einem Medienbericht.

Mark Zuckerbergs große Leidenschaft und Stärke sei es, die Produkte von Facebook weiterzuentwickeln und neue Dienste zu schaffen, so Stamos. Nicht umsonst bekleide er aktuell auch den Posten des leitenden Produktentwicklers, nachdem Chris Cox das Unternehmen kürzlich verlassen hatte. So wäre es am sinnvollsten, wenn Zuckerberg sich voll und ganz auf eben diese Tätigkeiten konzentriere, er solle am besten einen neuen CEO benennen. Dies würde zugleich auch nach innen und außen als ein deutliches Zeichen gewertet werden, dass die zuletzt viel gescholtene Unternehmenskultur bei Facebook sich ändern müsse und werde.

Zur Zerschlagung großer Tech-Konzerne, wie sie zuletzt wiederholt von amerikanischen und europäischen Politikern gefordert wurde, äußerte er sich zurückhaltend. Wenn ein Unternehmen in drei kleinere zerschlagen wird und diese dann die selben Probleme haben wie die große Firma zuvor, sei damit nichts gewonnen.

Facebook wurde schon zuvor von ehemaligen Mitarbeitern kritisiert. So hatte etwa ein weiterer Mitgründer des Netzwerks sogar schon die Aufspaltung des Konzerns gefordert, ein anderer Mitstreiter der ersten Stunde bezeichnete soziale Netzwerke wie Facebook gar als destruktiv und eine Gefahr für das Sozialverhalten.


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