iPhone für Neujahrs-Tweet genutzt: Huawei kürzt Mitarbeitern den Lohn

4. Januar 2019 | Sonstiges | 0 Kommentare »

Weil sie von einem iPhone getwitterrt haben, müssen einige Social Media-Verantwortliche nun mit schmerzlichen Konsequenzen leben. Sie hatten im Auftrag von Huawei den Followern auf Twitter ein frohes neues Jahr gewünscht.

Die Arbeit mit den diversen Social Media-Kanälen ist voller Tretminen. Die Community Manager sind einerseits gehalten und oft auch bemüht, den ihnen anvertrauten Followern und Fans die bestmögliche Betreuung angedeihen zu lassen. Andererseits sehen sie sich mit teils aggressiven und beleidigenden Reaktionen aus dem Netz konfrontiert und müssen dennoch immer freundlich bleiben. Und dann sind da noch die Zwänge des Arbeitgebers, denen sie gerecht werden müssen. Das kann von Informationen, die sie nicht besitzen oder aber den Kunden nicht geben dürfen bis zum benutzten Gerät reichen.

So wurde einigen Social Media-Redakteuren nun ein Tweet von einem iPhone zum Verhängnis.

Das neue Jahr ist erst wenige Tage alt und zum Neujahr hat auch Huawei seinen Followern einen guten Start ins neue Jahr gewünscht. Erledigt wurde das von externen Mitarbeitern, an die das Unternehmen seine Social Media-Arbeit ausgelagert hatte. Leider hatten diese zur fraglichen Zeit Probleme mit ihren Desktop-Rechnern, dem Vernehmen nach aufgrund einer nicht funktionierenden VPN-Verbindung, ließen sich diese nicht zum Twittern nutzen. Um ihre Neujahrswünsche dennoch loswerden zu können, griffen sie zu einem iPhone mit einer Roaming-SIM. Kaum überraschend wurde der von einem iPhone stammende Tweet schnell ein viraler Star im Netz, auch wenn Huawei ihn rasch gelöscht hat.

Chen Lifang Vice President bei Huawei, spricht von erheblichen Schäden, die dieser Tweet der Marke Huawei zugefügt habe. In der Folge müssen die Verantwortlichen künftig mit rund 700 Dollar weniger Gehalt auskommen. Dem Marketing-Chef des Unternehmens wird zudem eine einjährige Zwangspause verordnet, wie Agenturen berichten.

Fehlleistungen wie diese gibt es immer wieder: Apple-Mitarbeiter, die vom Android-Smartphone twittern, Samsung-Tweets vom iPhone, alles schon vorgekommen. Es bleibt dabei immer die Frage, wie mit so etwas umgegangen werden soll. Ob eine Beurlaubung und eine Gehaltskürzung hier eine angemessene Reaktion sind, ist fraglich.


Dir gefällt der Artikel? Teile ihn mit deinen Kontakten:
Kommentare sind derzeit geschlossen, aber du kannst dennoch einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

Kommentarfunktion ist deaktiviert