Sind die Mac-Verkäufe zuletzt gestiegen oder zurückgegangen?

12. Juli 2019 | Mac | 0 Kommentare »

Der Markt für PCs wird aktuell von den etablierten Beobachtern bemerkenswert verschieden bewertet. IDC und Gartner, zwei der größten Analysehäuser, zeichnen zwei deutlich abweichende Bilder der Absatzentwicklung. Das hat wohl auch mit den verschiedenen Erhebungsmethoden zu tun.

IDC und Gartner sind zwei der bekannten Namen unter den Marktforschungsunternehmen, die regelmäßig die Absatzzahlen und allgemeinen Trends verschiedenster Märkte schätzen. Sie veröffentlichten ihre Quartalsberichte häufiger schon zeitlich dicht beieinander, nun aber sind sie nahezu gleichzeitig mit einer Schätzung zu Q2 2019 herausgekommen.

Beide befassen sich mit dem PC-Markt im zweiten Quartal, doch sie zeichnen verschiedene Bilder.

IDC sieht einen generellen Aufwärtstrend: Nach dessen Schätzung wurden zuletzt weltweit rund 64,9 Millionen Geräte verkauft, ein Plus von 4,7% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das wäre ein deutlich größeres Wachstum als es von IDC erwartet worden war. Die Analysten erklären es mit dem überwundenen Engpass bei der Lieferung von Intel-Prozessoren.

In der IDC-Schätzung geht es dem Mac aktuell gut: 4,07 Millionen Einheiten sollen danach im letzten Quartal verkauft worden sein, ein Plus von fast 10%. Apple käme damit weitere auf den fünften Platz der weltweiten Top5 der Computerhersteller, um die Spitze streiten sich weiter Lenovo und HP.

Gartner hingegen kommt zu einer ganz anderen Schätzung: Nach deren Lesart ist der Markt in Q2 2019 nur um 1,5% gewachsen und es wurden 63 Millionen Computer verkauft. Apple hat danach rund 3,7 Millionen Einheiten verkauft, ein minimaler Rückgang der Verkäufe. Der Mac käme hier auf einen Marktanteil von etwa 6%.

Nun ist allerdings zu beachten, dass IDC und Gartner verschieden zählen: IDC rechnet mit der Menge ausgelieferter Einheiten, während Gartner die Verkäufe erfasst. Aufgrund der Handelskonflikte ist die Nachfrage zuletzt regional verschiedentlich deutlich eingebrochen. Es ist also möglich, dass sich hier und da große Lagerbestände aufgebaut haben, die die Diskrepanzen in der Schätzung zum Teil erklären.


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