Apple bestätigt: T2-Chip verhindert manche Reparaturen am Mac

13. November 2018 | Featured, Mac | 0 Kommentare »

Apple hat bestätigt, dass Reparaturen neuer Macs unter bestimmten Bedingungen nicht von Drittherstellern durchgeführt werden können. Vergleichbares kennt man bereits vom iPhone. Apple begründet das mit der Sicherheit der Geräte.

Vor einigen Wochen berichteten wir über die Vermutung, Apple könnte die Reparierbarkeit von Macs einschränken, die den neuen T2-Chip besitzen. Dieser bietet neben der Steuerung verschiedener Komponenten und der SSD-Verschlüsselung auch eine bessere Sicherheit durch einen sicheren Boot-Prozess.

Dieser Chip soll aber auch verhindern, das vitale Systemkomponenten getauscht werden, hieß es unter Berufung auf ein geleaktes internes Apple-Servicedokument. Dieser Bericht hat sich nun bestätigt.

Apple hat die neuen Macs dergestalt angelegt, dass bei einer tiefgreifenden Reparatur zum Abschluss ein spezielles Apple-Tool laufen muss, andernfalls der Rechner fortan nicht genutzt werden kann.

Apple hat die beschriebene Praxis nun gegenüber The Verge bestätigt. Ein Mac mit einem T2-Chip benötigt einen Software-Check nach erfolgter Reparatur. Das AST 2 System Configuration-Tool von Apple muss auf dem Gerät ausgeführt werden, passiert das nicht, gilt die Reparatur als nicht komplett und der Mac bleibt unbenutzbar.

Nötig wird diese Prozedur bei bestimmten Reparaturen wie dem Tausch des Logic Boards oder Reparaturen  am Touch ID-Sensor. Apple wird allerdings keine vollständige Liste der Komponenten veröffentlichen, deren Reparatur diesen Software-Integritätscheck auslösen und man wird sich auch nicht dazu äußern, seit wann diese Praxis gilt.

Der iMac Pro, der bereits ein wenig länger auf dem Markt ist, verfügt auch über den T2, wie auch das MacBook Pro 2018. Die jüngst vorgestellten neuen Modelle Mac Mini und MacBook Air 2018 besitzen den T2 ebenfalls, so wie vermutlich auch alle künftig erscheinenden Macs.

Ein Vorgehen wie dieses ist nicht ganz unbekannt und lässt sich zumindest teilweise mit Sicherheitsbedenken rechtfertigen. Am iPhone gab es etwa den berühmt gewordenen Error 53, der iPhones lahmlegte, nachdem der Touch ID-Sensor von Drittfirmen getauscht worden war. Da hier auch die gespeicherten Fingerabdrücke ins Spiel kommen, ist Apple besonders vorsichtig, was auch verständlich ist.

Allerdings werden Reparaturen durch Drittanbieter so auch deutlich erschwert, was Apple nicht ungelegen kommen wird.


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