Jahresrückblick: Das Apple-Jahr 2014

30. Dezember 2014 | Apple, Apple Watch, Betriebssystem, Featured, Hardware, iPad, iPhone, Mac | 0 Kommentare »

Das war 2014. Und es war aufregend – voller Events, reich an News und auch überfüllt von Aufregern. Während wir den Blick in die Zukunft bereits gewagt haben, möchten wir die News-Flaute kurz vor dem Jahreswechsel nutzen, um über die Schulter zu schauen. Ein Jahresrückblick mal ganz ohne Helene Fischer oder die Fußball-WM.

2013 14 OSXi Jahresrückblick: Das Apple Jahr 2014

Wir haben in unserem mit 3.400 Artikeln gut gefülltem Archiv des letzten Jahres geblättert und die Momente ausgemacht, die am meisten Diskussionsstoff inne hatten. Für Apple begann das Jahr relativ gut. Im Januar konnte sich der Gigant mit der Jubiläumsfeier um den 30. Geburtstag des Mac hervorragend selbst feiern. Mit dem Macintosh von 1984 hat Apple auch allen Grund dazu. Die Schlagzeilen in dieser Zeit machten dafür andere: Flappy Bird-Entwickler Dong Nguyen wirft das Handtuch und löst eine Welle der Empörung aus. Tagelang war seine App das Thema schlechthin. Der Hype um das Sucht-Spiel wurde in den Medien zu dem News-Drama im Februar. Jede dritte Neuerscheinung ist ein Klon des einstigen Erfolgshits. Wir können “Flappy Bird” ehrlich gesagt immer noch nicht hören.

flappy birdsap Jahresrückblick: Das Apple Jahr 2014

Es dauerte aber nicht lange, da stahl ein Jungunternehmer dem Flappy Bird-Entwickler die Show. Mark Zuckerberg kaufte mit Facebook den beliebten Messenger WhatsApp. Was eine Meldung. 16 Milliarden Dollar war dem blauen Riesen die App wert. Die Übernahme sorgte prompt dafür, dass der gesamte Markt der Instant Messenger einen Auftrieb einverleibt bekommt, der seinesgleichen auch heute noch sucht. Mittlerweile ist die Aufregung um den spektakulären Zukauf etwas verflogen – und Butter bei die Fische: WhatsApp ist nach wie vor die Nummer 1.

Aber genug von Apps. Jetzt ist endlich mal Apple an der Reihe. Bis März dauerte es, dass auch aus Cupertino mal ein nennenswertes Lebenszeichen kam. Der Spätstarter stand mit Carplay ab sofort fest auf vier Rädern. Die Veröffentlichung des iOS-Dienstes für das Auto zog zwar viele Versprechungen im Hinblick auf die Integration der Autohersteller nach sich, dieser Enthusiasmus verflog allerdings zügig. Viele Anbieter haben CarPlay in den eigenen Modellen verschoben – auf unbestimmte Zeit.

MB CarPlay 02 610x457 e1395603631701 Jahresrückblick: Das Apple Jahr 2014

Ebenso eine Enttäuschung: Noch im gleichen Monat startete in Deutschland der Steve Jobs Film. Die Bewertungen des Streifens über das Leben des Apple-Gründers waren allerdings eher verhalten, als gut. Das Thema war recht schnell abgeschlossen.

Das wiederum konnte man von dem Smartwatch-Markt in 2014 nicht behaupten. Während bei Google bereits die ersten Android Wear Uhren auf dem Markt sind, brodelte im i-Sektor die Gerüchteküche. Auch wir haben im April ein Konzept zur damals noch als iWatch gehandelten Uhr veröffentlicht. Umgesetzt wurde es zwar nicht mal ansatzweise, doch trotzdem waren die Reaktionen auf unseren Designentwurf erfreulicherweise positiv gestimmt – nichtsahnend von dem Aussehen der späteren Apple Watch.

Ahnen konnte man von den bald darauf aufkommenden Gerüchten auch nichts. Beats stand im Mai im Blickpunkt der Medien. Drei Milliarden Dollar hat sich Apple die Übernahme kosten lassen, von der auch jetzt noch fleißig über mögliche Folgen spekuliert wird. Beats by Dr. Dre gehört nun zu Apple und insbesondere der Streaming-Dienst Beats Music könnte davon zusammen mit iTunes Radio profitieren. Eddy Cue versprach zu dieser Zeit auch, dass 2014 die beste Produktlinie seit jeher erscheint.

iOS 8 continuity Jahresrückblick: Das Apple Jahr 2014

Gemeint war damit sicherlich unter anderem die Apple Watch, aber auch die Software. Denn nur wenige Tage darauf veröffentlicht Apple auf der WWDC, dem ersten Event in 2014, iOS 8 und OS X Yosemite, das erstmals mit einer öffentlichen Beta an den Start ging. Das neue Design und die vielen Features, wie Handoff oder Continuity begeisterte das Publikum ebenso wie die neuen Entwickler-Möglichkeiten auf iOS. Mit Tastaturen, Widgets und Erweiterungen für das Share-Sheet hob Apple das Nutzererlebnis auf eine neue Ebene, wahrte aber dennoch die Herrschaft über das, was die Developer so anzustellen vermochten.

Leider ging der Start von iOS 8 und OS X Yosemite mit einigen Fehlern einher. Von WLAN-Problemen bis hin zu Performance-Ärgernissen – die Liste war lang. Nach und nach hat Apple zwar Kleinigkeiten behoben, doch auch im Herbst füllte sich das Supportforum diesbezüglich noch weiter.

Das erste halbe Jahr zeigte sich Apple also als Softwareschmiede, aber in der zweiten Hälfte ging es der Hardware an den Kragen.

1419329493 Jahresrückblick: Das Apple Jahr 2014

Über die Veröffentlichungen eines schnelleren iMacs und der leicht modifizierten MacBook Pro Modelle braucht man nicht viel sagen. Das konnte nicht darüber hinweg trösten, dass zum iPhone 6 Launch noch 2 Monate ausstanden. Wir hatten bereits im Mai unter Bezugnahme auf exklusive Telekom-Dokumente das Release-Datum des Apple-Handys am 19. September vorausgesagt. Dieses sollte sich dann auch als richtig herausstellen. Denn während das iPad in diesen Zeiten noch seine Wichtigkeit suchte und sich der Facebook-Messenger von der angestammten App trennen musste, fieberten alle auf den von Re/code frühzeitig in den Ring geworfenen 9. September hin, der dann von Apple abgenickt wurde. Etliche Gerüchte später war es dann soweit: Apple zeigte das iPhone 6 und iPhone 6 Plus. Größeres Display und ein noch größeres Display. Es sollte ein Traumstart werden, wäre da nicht die begleitende Berichterstattung über #Bendgate gewesen. Mit viel Tam Tam verstanden sich die Medien darauf, ein Haar in der Suppe zu suchen, die aber dann von Apple schnell ausgelöffelt wurde: Nur 9 Fälle waren bekannt. Der Rest: Eine Erfindung der Medien.

Schluss mit #Bendgate. Zwar war für die Computer BILD das Thema immer noch nicht abgefrühstückt, aber der Rest wandte sich inzwischen längst der Berichterstattung über die Apple Watch zu. Diese wurde zwar noch nicht ausgeteilt, aber immerhin gezeigt. Die schickte Uhr soll 2015 auf den Markt geworfen werden – mit einem konkreten Preis tut sich Apple bislang schwer. Häppchenweise hat uns der Gigant aus Cupertino in den Wochen nach dem Event aber immer mal wieder Infos offenbart, die dafür sorgen sollte, dass die Apfel-Smartwatch nicht aus dem Gespräch kommt.

Das hat geklappt, denn trotz eines späteren Events über neue iPads in Gold und mit Touch ID, einer Mogelpackung in Form des iPad mini 3 und einem beachtenswerten 5K iMac ist die Apple Watch das Highlight aus dem vergangenen Jahr.

apple watch Jahresrückblick: Das Apple Jahr 2014

Und mit diesem Highlight möchten wir es beim Jahresrückblick bewenden lassen. Wir konnten auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken – in vielerlei Hinsicht und freuen uns, dass ihr es zusammen mit uns durchlebt habt.


Dir gefällt der Artikel? Teile ihn mit deinen Kontakten:
Kommentare sind derzeit geschlossen, aber du kannst dennoch einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

Kommentarfunktion ist deaktiviert