iPhones und Galaxy-Smartphones in der Kritik: Strahlung sprengt geltende Grenzwerte

23. August 2019 | iPhone | 0 Kommentare »

Apples iPhones sprengen mit ihrer Sendeleistung offenbar teilweise deutlich die international geltenden Richtwerte. Auch Geräte von Rivale Samsung strahlen deutlich zu stark, ergab eine aktuelle Messung. An der Methodik wurde jedoch Kritik geübt.

Wie schädlich ist Mobilfunkstrahlung für den Menschen? Kaum ein Thema im Feld der Technikfolgenabschätzung polarisiert so stark, zumal bislang noch eine endgültige Antwort aussteht. Klar ist: Elektromagnetische Strahlung erwärmt das Körpergewebe und klar ist auch, das ist bei stärkerer Erwärmung und über einen längeren Zeitraum nicht gut. Danach wird eine Beantwortung dieser Frage schon schwierig, denn es gibt eine nahezu unübersehbar große Auswahl an Studien, die je nach Auftraggeber und Datenbasis faktisch alles beweisen oder widerlegen.

Einige Regeln für die Messung von Verträglichkeit der Mobilfunkstrahlung wurden dennoch aufgestellt: So wird bei allen Mobilfunkgeräten der SAR-Wert gemessen, die „Spezifische Absorptionsrate“. Alle für den Markt zugelassenen Geräte sind mit einem bestimmten SAR-Wert spezifiziert. Diese Werte werden aber oft nicht eingehalten, das scheint zumindest eine von einer amerikanischen Zeitung durchgeführte Messung zu belegen.
Danach schießen einige iPhones deutlich über die geltenden Grenzwerte hinaus.

Die Messungen ergaben etwa für das ältere iPhone 7 einen SAR-Wert von 7,15 Watt/kg. Das Galaxy S8 von Samsung kam sogar auf 8,22 Watt/kg. Zur Einordnung: In den USA liegt der Grenzwert bei 1,6 Watt/kg und die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, dass ein SAR-Wert von 2,0 Watt je Kilogramm nicht überschritten werden soll.

Auch das neuere iPhone 8 lag mit 5,37 Watt/kg noch deutlich über diesem Grenzwert, das Galaxy S9 aus dem letzten Jahr reißt die Latte ebenfalls.

Apple hat sich schon geäußert und kritisiert die Methode der Messung. Diese erfolgt nämlich in einer Entfernung von 2 mm zum Smartphone, üblicherweise sind es bei solchen Messungen drei mm mehr. Die Zeitung rechtfertigt das mit der Erklärung, dass immer mehr Menschen ihre Geräte unmittelbar am Körper tragen.
Inzwischen hat die amerikanische Aufsichtsbehörde FCC ein eigenes Prüfverfahren eingeleitet, um den Aussagen auf den Grund zu gehen.


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