iPhone XI und A13: CPU stärker als Notebooks, GPU auf Augenhöhe mit Android

16. April 2019 | iPhone | 0 Kommentare »

Apples iPhone 11 wird erneut deutliche Performancesteigerungen bringen, davon sind Beobachter überzeugt. Eine neue Einschätzung beschäftigt sich mit dem, was Apple und TSMC prozessortechnisch dieses Jahr umsetzen könnten.

Im September wird Apple seine neuen iPhones auf den Markt bringen. Angetrieben wird das iPhone XI wohl erneut von einem Prozessor, der ausschließlich von TSMC gefertigt wird und den wir bislang stets A13 nennen. TSMC wird hierbei wohl auf die Fertigungstechnik EUV und abermals das 7nm-Verfahren setzen, das auch beim A12 Bionic zum Einsatz kam. Der nochmals verkleinerte 5nm-Prozess ist erst zu einem späteren Zeitpunkt marktreif, wie OSXi.de zuvor berichtete. Der IT-Redakteur Jason Cross hat nun versucht, die möglichen Performanceentwicklungen des A13 zu kalkulieren. Er stützt sich dabei auf die Sprünge der letzten Jahre und bekannte Leistungsdaten von Apple und TSMC.

Cross führt anhand der bekannten Fertigungskapazitäten von TSMC aus, dass der Fertiger vermutlich in der Lage ist, bis zu 20% mehr Transistoren auf der selben Fläche wie bisher unterzubringen. Dies wird durch ein aktualisiertes Design des 7nm-Prozesses erreicht. Vermutlich wird Apple weiterhin auf zwei Performancekerne und vier auf Effizienz getrimmte Kerne setzen, dieses Design kennzeichnete bereits die letzten Bionic-Prozessoren der A-Serie, möglich wären aber auch drei Performancekerne. Somit käme der A13 auf das, was aktuell ein A12X im iPad Pro zu leisten im Stande ist, mithin schlüge das neue iPhone XI rechentechnisch wohl jedes Android-Smartphone und auch dünnere und weniger motorisierte Notebooks aus dem Feld.

Bei der GPU sähe die Sache anders aus: Hier würde der A13 sich möglicherweise den modernsten Qualcomm-Chips geschlagen geben müssen. Cross vermutet, Apple werde den A13 voll auf AI ausrichten. Im letzten Jahr hatte man die sogenannte Neural Engine dramatisch aufgebohrt, die verfügt nun über acht statt zuvor zwei Kerne. Hier erwartet er einen erneuten Performancesprung zwischen dem drei- bis fünffachem Faktor. Es ist allerdings nich immer etwas unklar, wann diese AI-Chips ihr Potenzial tatsächlich entfalten werden, nicht nur Apple setzt auf diese hardwaretechnische Entwicklung, ohne ihr softwareseitig greifbare Ergebnisse entgegenstellen zu können.

Zuletzt geht Cross davon aus, dass der Signalprozessor erneut eine deutliche Aufwertung erfahren wird. Der ist nicht nur für die immer wichtiger werdende Bildoptimierung zuständig, gemeinsam mit der Neuiral Engine, auch die energiesparende Videokodierung unter Nutzung neuer Codecs wie AV1 oder VP9 profitiert von einem weiterentwickelten ISP.

Am Ende bleiben allerdings all diese Mutmaßungen eben doch begründete Mutmaßungen, genaueres erfahren wir ende des Jahres.


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