iOS-Updates informieren Nutzer künftig, wenn sie das iPhone drosseln

23. Mai 2019 | Betriebssystem, iPhone | 0 Kommentare »

Apple wird bei zukünftigen Updates von iOS klarer an die Verbraucher kommunizieren, falls dadurch die Performance ihrer iPhones beeinträchtigt wird. Eine entsprechende Zusage konnte nun eine britische Verbraucherschutzorganisation dem Unternehmen abringen, die seit der iPhone-Drossel-Affäre mit Apple über dessen Vorgehen streitet.

Die iPhone-Drossel zeitigt noch immer späte Konsequenzen für Apple: Als bekannt geworden war, dass das Unternehmen iPhones per Software langsamer werden ließ, sobald sich deren Akkus ihrem Lebensende näherten, brach ein Sturm der Empörung gegen das Unternehmen los. Dieser resultierte nur zum Teil aus dem Umstand an sich, Akkus sind nun einmal von begrenzter Haltbarkeit und dass sie weniger lang durchhalten als die Geräte, in denen sie stecken, vermag niemanden zu verwundern. Doch die intransparente Art, in der Apple seine Maßnahmen zur Lebenszeitverlängerung kommuniziert hatte – nämlich, indem es sie gar nicht kommunizierte – brachte viel e Kunden zurecht gegen Apple auf. Sammelklagen und eine neue Transparenz von Apple waren die Folge, eben diese soll nun auch für die Zukunft festgeschrieben werden.

Nachdem Verbraucherschützer in Großbritannien bereits länger für ein nachvollziehbares Verhalten Apples in Bezug auf das Performancemanagement von iOS drängten, liefen auch Ermittlungen der staatlichen britischen Wettbewerbsaufsicht. Diese erbrachten nun ein für Kunden relevantes Ergebnis, wie die Behörde in einer Mitteilung erklärte: Apple wird bei zukünftigen Updates von iOS eine Benachrichtigung einbauen, die Auskunft darüber gibt, ob das Update etwas an der Performance des Geräts ändert und unter welchen Umständen das geschieht.

Es ist allerdings nicht klar, ob Apple das nur für Geräte vorsieht, die in Großbritannien verkauft werden.

Apple reagierte damals mit dem Akku-Austauschprogramm auf die Drossel-Affäre, das einen Batterietausch für 29 Dollar ermöglichte. Von dem Programm wurde wie berichtet so reichlich Gebrauch gemacht, dass man in den Apple Stores externe Hilfskräfte einstellen musste, um dem Ansturm Herr zu werden.


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