iPadOS: Die besten Funktionen im Alltag und euer Eindruck bisher?

26. September 2019 | Apple, iPad | 0 Kommentare »

Diese Woche war es endlich soweit und Apple gab das langersehnte Update auf iPadOS zum Download frei. Ein ziemlich großer Schritt fürs Apple Tablet. Das System ist auf meinem iPad Pro 10,5“ mithilfe eines „Clean Install“ installiert worden und das Backup ist vollständig eingespielt. Nun habe ich die Zeit etwas genutzt, um es mir auf dem Pro-iPad anzuschauen.

Ich hatte die Beta nur flüchtig getestet. Welche Funktionen fielen mir also jetzt direkt auf? Und, wie findet ihr das Update bisher?

Dass Apple rund um Tim Cook schon mehrfach die Post-PC-Ära mit dem iPad ausgerufen hat, dürfte hinlänglich bekannt sein. Sogar er selbst erklärt regelmäßig in Interviews, nur noch mit dem iPad zu arbeiten. Die Hardware gibt das spätestens seit dem iPad Pro 10,5“ definitiv her. Der A10X Fusion in Kombination mit 4 GB RAM ist selbst für anspruchsvolle Foto- und Videobearbeitung immer noch verdammt schnell, das ProMotion Display mit seinen 120 Hz immer noch beeindruckend und der Apple Pencil ist als Stift immer noch unerreicht.

Nach den ersten Eindrücken kann ich sagen, dass Apple mit iPadOS den richtigen Weg einschlägt. Endlich werden schon längst überfällige Funktionen, die es teilweise schon seit dem iPhone 6S auf dem iPhone gibt, für das iPad ausgeliefert.

Für diesen Ersteindruck will ich gar nicht so tief und detailliert einsteigen, sondern lediglich zwei, drei Sachen aufgreifen, die große Wirkung haben. Die wichtigste Änderung ist für mich das geänderte User-Interface auf dem Homescreen. Denn nun lassen sich endlich die Widgets auf dem Homescreen festpinnen und man muss nicht mehr nach rechts raus wischen.

 

Das klingt nicht gravierend, doch wer viele Termine im Kalender gespeichert hat, weiß die neue Tagesansicht sehr zu schätzen. Dazu zählt auch das Wetterwidget, welches nun endlich seinen Weg auf das iPad findet. Mich hat es immer extrem genervt, für einen Blick auf das Wetter eine Webseite auf dem iPad zu öffnen oder zum iPhone greifen zu müssen!

 

Damit einher geht allerdings auch kleiner Nachteil, denn für den zusätzlich benötigten Platz sind die App-Icons etwas kleiner geworden. Das kann man in den Einstellungen unter „Anzeige & Helligkeit“ im Reiter im „Home-Bildschirmlayout“ wieder umstellen, die festgepinnte Widgetleiste verschwindet dann allerdings wieder vom Homescreen.

Natürlich liefert Apple auch unter iPad OS den Dark Mode aus und dieser sieht auf dem iPad aufgrund der Bildschirmgröße nochmal beeindruckender aus. Wie versprochen ist der Dark Mode nicht einfach nur eine Dunkelfärbung, sondern konsistent durch das Betriebssystem implementiert

Warum man den Schalter zum Ein- und Ausschalten des Dark Mode erst separat im Control-Center hinterlegen muss, bleibt das Geheimnis von Apple. Ab Werk muss man nämlich im Control-Center länger auf die Bildschirmhelligkeit tippen und kann erst dann den Dark Mode aus- oder einschalten.

Neben den erweiterten Werkzeugoptionen, beispielsweise bei einem Screenshot, lassen sich nun ENDLICH Kontextmenüs (sofern die App dies unterstützt) bei Apps aufrufen, sodass man hier nicht mehr ständig zwischen dem Pencil und dem Finger hin- und her wechseln muss. Möglich macht dies Haptic Touch, das Softwarependant zum leider eingestellten 3D Touch.

Als 3D Touch auf dem iPhone 6S eingeführt wurde, mehrten sich sehr schnell die Stimmen, die eine Implementierung in das iPad forderten – vergeblich, wie wir wissen. Als Fan muss ich sagen, dass Haptic Touch bei Weitem nicht an das Original 3D-Touch heranreicht, doch auf dem iPad funktioniert es in Kombination mit dem Pencil erstaunlicherweise deutlich besser als auf dem iPhone.

Außerdem hat Apple die Latenz etwas senken können, die Handhabung von schriftlichen Notizen in PDF´s oder Dokumenten vereinfacht; sogar ganze Webseiten lassen sich nun mit dem Apple Pencil versenden.

Multi-Tasking dank Split View gibt es ja schon seit iOS 8 auf dem iPad, doch wirklich komfortabel war es nie. Hatte ich einen Splitscreen mit zwei Apps und wollte eine dritte App öffnen, ging dies einfach nicht. Mit iPadOS kann ich das nun jederzeit tun und die dritte App in den Splitscreen ziehen. Diese ersetzt dann einfach eine der beiden zuvor geöffneten Apps – sehr smart. Funktioniert super im Alltag.

Apple hat auch etwas stillschweigend die Musik-App überarbeitet und ihr endlich die Songtexte-Funktion verpasst. Doch das Highlight ist nicht der Songtexte an sich, sondern, dass ihr damit im Song selber hin und herspringen könnt. Wenn ihr einen Song hört und den Song-Text quasi scrollt und dann auf eine Passage des Textes etwas weiter unten tippt, springt die Wiedergabe der Musik an genau diese Stelle.

Ich hatte es schon eingangs erwähnt, Apple geht mit iPad OS definitiv den richtigen Schritt und schließt die Lücke zwischen dem, was die Hardware zu leisten imstande ist, und dem, was iOS daraus macht. iPadOS fühlt sich deutlich flotter an und man vergisst, dass darunter immer noch iOS seinen Dienst tut.

Das Ganze wird mit sinnvollen Erweiterungen sowie deutlich aufgefrischter Optik kombiniert. Alleine die Toolbar bei einem Screenshot ist optisch eine Augenweide.

Die Hardware des iPad (Pro) war schon immer führend auf dem Markt und mit iPadOS zieht auch erstmals die Software gleich.

Was ist denn euer Ersteindruck? Arbeitet ihr mit dem iPad nun effizienter oder ist der Unterschied nicht so groß wie Apple ihn gerne hätte?


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