Großes Update für iPadOS 13: Pixelmator Photo erscheint in Version 1.1

2. Oktober 2019 | Apps, Featured, iPad | 0 Kommentare »

Das heutige Update für Pixelmator Photo, Version 1.1, bringt drei große Neuerungen mit iPadOS 13-Bezug mit und verbessert die Bearbeitung von Fotos auf Apples Tablets nochmal deutlich.

Zum Start von Pixelmator Photo im April habe ich die App in hohen Tönen gelobt, das jetzt veröffentlichte Update zu Version 1.1 ändert an meiner Einschätzung nichts, sondern legt einige spannende Funktionen nach, die vor allem neue Möglichkeiten von iPadOS 13 ausnutzen. Allerdings bleibt auch weiterhin Potential für Verbesserungen.

Eine der größten und vielleicht spannendsten Neuerungen von Pixelmator Photo in Version 1.1 ist die Möglichkeit, Stapel von Bildern mit vorgefertigten Workflows schnell zu bearbeiten. Vier fertige Workflows sind dabei bereits im Lieferumfang der neuen Version enthalten, bei Bedarf können diese allerdings beliebig angepasst oder um komplett neue Workflows mit eigenen Änderungen ergänzt werden.

Die Änderungen dieser Stapelbearbeitung können direkt und nicht-destruktiv in den originalen Bildern gespeichert werden, auch hier verbirgt sich eine Neuerungen des Updates: Fotos werden nicht mehr in die Pixelmator-Bibliothek importiert, sondern direkt am Ursprungsort bearbeitet – egal ob dieser sich in der iCloud Foto Bibliothek, in iCloud Drive oder auf einer externen Festplatte oder angeschlossenen Kamera befindet.

Pixelmator legt, um Änderungen rückgängig machen zu können, neben den bearbeiteten Bildern jeweils kleine Dateien mit den Aufzeichnungen der Änderungen ab und kann daher auf einen Import der Fotos verzichten. Sollte man Sorgen um den Speicherbedarf der eigenen Bilder haben, kann diese neue Funktion allerdings auch deaktiviert werden, Änderungen können dann aber nachträglich nicht mehr rückgängig gemacht werden. Genau wie iPadOS 13 unterstützt Pixelmator Photo, wie bereits kurz angeschnitten, jetzt auch externe Speicherorte, die mit dem genutzten iPad verbunden sind. Für die App ist es dabei unerheblich, ob es sich um eine SD-Karte, einen USB-Stick oder direkt die eigene Kamera handelt, auf allen Medien können Fotos direkt bearbeitet werden.

Auch den Export von bearbeiteten Fotos haben die Entwickler überarbeitet und mit deutlich mehr Möglichkeiten ausgestattet. Unter anderem kann die Größe der Bilder nun manuell geändert werden, außerdem kann ein anderes Bild-Format zum Export gewählt werden.

Allerdings, und da muss ich mich dem Kollegen Voorhees von MacStories anschließen, bleibt bei der Integration neuer Funktionen von iPadOS 13 weiterhin Luft nach oben. Pixelmator Photo verzichtet aktuell vollkommen auf die Nutzung von Split-View oder mehreren Fenstern, was ich mir für die Arbeit mit Fotos aber sehr sinnvoll vorstellen kann. Außerdem ergibt es zwar durchaus Sinn, dass die Entwickler einen App-internen Editor für Workflows gebaut haben, mit den Möglichkeiten von iPadOS 13 ergäbe es aber noch viel mehr Sinn, wenn man die erstellen Workflows direkt in Apples Shortcuts-App zur schnellen Bearbeitung von Fotos mit Pixelmator-Mitteln integrieren könnte. Es bleibt zu hoffen, dass diese Funktionen in nicht allzu ferner Zukunft nachgereicht werden und das Angebot weiterhin abrunden können.


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