Nach Preiserhöhung: Endlich besserer Sound bei Netflix

3. Mai 2019 | Betriebssystem | 0 Kommentare »

Wie Netflix erklärte, erfolgt die Umstellung auf die „Hohe Audioqualität“ in Etappen peu´a peu´und soll automatisch eingepflegt werden. Somit muss in den Einstellungen also nichts umgestellt werden, was natürlich komfortabel ist. Mit dieser Ankündigung wird Netflix auf jeden Fall einige Kunden, mich eingeschlossen, nach der letzten Preiserhöhung versöhnen.

Wer erinnert sich noch an die Preiserhöhung, welche Netflix vor einigen Wochen zuerst in den USA und im Anschluss recht schnell auch in Deutschland einführte? Dabei verteuerte der Streaming-Anbieter insbesondere das sogenannte Premium-Abo, womit sich die Inhalte in 4k anschauen lassen – sofern das entsprechende Bildmaterial und die entsprechende Internetgeschwindigkeit vorliegen.

Dabei war Netflix bei neuen Bildformaten durchaus Vorreiter, denn neben 4k setzte man auch konsequent auf den Farbsättigungsstandard HDR und ließ sogar extra eine Serie für das Display des 2017er iPad Pro mit True Tone und ProMotion produzieren.

So gut die Bildqualität auch von den unterstützten Formaten war, der Ton konnte da leider oftmals nicht mithalten. Das lag zum Einen an der schwankenden Bitrate, die sich an der vorliegenden Internetverbindung orientierte und zum Anderen an der entsprechenden Kompression von Netflix. Mir fiel das speziell bei „Kingsman: The Secret Service“ auf – der Ton bei Netflix war einfach dumpf, matschig und ohne Details.

Dies ändert sich laut Netflix ab sofort bzw. ist seit gestern Geschichte. Der Streamingdienst rollt ab sofort eine neue Audiospur namens „Hohe Audioqualität“ aus, die sich wie folgt aufschlüsselt:

Dabei betont Netflix auch, dass man einen entsprechenden Fernseher bzw. eine Gerätekette benötigt, welche 5.1 Surround-Sound oder Dolby Atmos wiedergeben kann. Zusätzlich muss ich hier festhalten, dass die Verbesserungen für die Dolby Atmos Tonspur ausschließlich mit dem Premiumabo nutzbar sind.

Gewährleisten wird Netflix das im Prinzip durch eine flexible Bitrate bei der Audio-Tonspur, im Grunde also genauso, wie man es bei der Bildqualität handhabt. Der Server schaut also welche Internetgeschwindigkeit der Zuschauer gerade zur Verfügung hat und passt dementsprechend dynamisch die Datenmengen an um die bestmögliche Tonqualität gewährleisten zu können

Da der Wettbewerb immer härter wird, neue Spieler wie Disney, Time Warner und auch Apple betreten dieses Spielfeld, verspricht Netflix im Zuge der neu eingeführten Tonqualität, dass man hier in Zukunft verstärkt die Entwicklung vorantreiben möchte.

So plant man die Effizienz für die Bitraten durch stetes Verbessern der Kodierverfahren weiter auszubauen, damit der Kunde in Zukunft keinen Unterschied mehr zu einem physikalischen Datenträger bemerkt.

Wie schaut es bei Euch aus?


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