macOS Catalina nach 24 Stunden: Erste Eindrücke

8. Oktober 2019 | Betriebssystem, Featured, Mac | 0 Kommentare »

Das hier soll keine Auflistung der besten Features von Catalina sein. Ähnliches haben wir doch schon mehrfach gelesen und gelangweilt selbiges aufgegeben. Dennoch möchte ich kurz meine ersten Eindrücke und Erfahrungen mit Catalina schildern und einmal erfragen, was euer Eindruck nach knapp einem Tag mit dem neuen macOS ist. Oder habt ihr noch gar nicht aktualisiert?

Zunächst einmal: Die Aktualisierung ging super flott und reibungslos vonstatten. Der Download plus Installation dauerte nur knapp eine Stunde und anschließend waren lediglich sehr wenige Felder auszufüllen bzw. Kästchen anzuklicken. Schon war der Schreibtisch samt allen Inhalten wieder da. Irgendwie ging das noch nie so schnell. Dass dies bei manchen anders gelaufen ist, lesen wir zwar gestern in den Kommentaren. Doch ich kann nur für mich sprechen: Auf meinem Macbook Pro 15 Zoll aus 2016 lief es hervorragend.

Tatsächlich bilde ich mir ein, dass mein MacBook Pro unter Catalina besser läuft als unter der letzten Mojave-Version. Ob dies an einem sauberen Neustart des Rechners, am Placebo-Effekt oder an der neuen Software liegt, kann ich nicht sagen. Dennoch bin ich sehr zufrieden. Ich habe noch keinen einzigen wirklich störenden Bug, Absturz oder Darstellungsfehler erleben müssen. Dafür habe ich den Rechner natürlich auch noch zu wenig verwendet, doch im Vergleich zu iOS ist das eine Welt. Wann lief macOS das letzte Mal in der ersten Version wirklich deutlich besser als iOS im Herbst?

Verschiedene Fehler wie das Hochdrehen des Lüfters beim Öffnen von iMessage sowie einige Ungereimtheiten in der Mail-App sind ebenso verschwunden. Die Performance ist wirklich optimal. Alles läuft zügig und müsste ich mich festlegen, würde ich Catalina die Medaille für weniger Framedrops geben. Aber nochmals sei gesagt: Ich habe noch keine aufwendigeren Projekte als Word-, Pages- und Exceldokumente bearbeitet sowie alltägliche Dinge in Safari, Mail, iMessage und Co. angestellt. Das sind also vage erste Eindrücke.

Die Akkulaufzeit war anfangs natürlich grauenvoll, doch ein Blick in die Aktivitätsanzeige verriet, dass verschiedene Prozesse, allen voran in der Fotomediathek, noch im Hintergrund laufen. Dazu also vielleicht im Apfelplausch dann mehr.

Persönlich brauche ich weder die Bildschirmzeit, Wo ist?, die neue Bücher-App noch die TV-App auf dem Mac. Dafür habe ich das iPhone und das iPad. Dennoch funktionieren alle und sehen deutlich schicker aus. Man hat jetzt endlich das Gefühl, ein neues Apple-Gerät zu verwenden, während Mojave oft sehr altbacken gewirkt hatte, während manche Systemteile schon iOS-ähnlich waren. Das war eine komische Mischung, die nun endlich weiter aufgehoben wurde.

Aber natürlich brauche ich die Musik-App (früher iTunes) und zwar den ganzen Tag lang. Die ist immer offen und spielt. Und bei der bin ich auf der einen Seite angetan vom neuen Design. Es macht irgendwie mehr Spaß, Musik zu hören, wenn ein frischer Touch drinnen ist. Alles sieht schicker, farbiger und flacher aus. Das mag ich persönlich extrem. Eine kleine Umgewöhnung findet am Anfang statt, weil Entdecken, Für Dich und Co. auf die Seite gewandert sind. Doch das mündet sehr schnell im großen Vorteil der besseren Übersichtlichkeit der neuen Musik-App. Insgesamt also auch hier: Danke Apple, habt ihr gut gemacht!

Kleinigkeiten am Design könnte man noch Verbesser, etwa das permanente Anzeigen der Laufzeit der Musik. Da wird jetzt nur mehr ein Balken angezeigt, was suboptimal ist:

In jedem Fall bin ich aber enttäuscht von der Performance. Ich hab mir sagen lassen, dass die App ja immer noch ein Web-UI besitzt und solange Apple nichts Großartiges aus WebKit heraus zaubert, wird da auch kaum was deutlich schneller. Tja, und leider ist das so. Die Performance ist nämlich immer noch so wie unter iTunes. Das Wechseln zwischen Playlists könnte schneller sein, das Scrollen durch Listen hängt absolut jedes Mal und das auf einem MacBook Pro. Na gut, man kann eben nicht alles haben. Scheinbar.

War da noch was, das mir aufgefallen ist… Ja, genau, die Fotos-App. Diese neue Darstellung ist schwachsinnig. Irgendwie passt die zwar aufs iPhone und das iPad, aber auf einem 15-Zoller will ich optional eine andere und übersichtlichere Darstellung haben. Auf der einen Seite ist die neue Darstellung von Tagen, Monaten und Jahren genial. Die intelligente Ordnung nach Datum, Ort, Events, Personen und Co. funktioniert unfassbar gut. Aber, wenn ich doch einmal ganz raus möchte, dann bekomme ich sowas. Nicht mal die Jahreszahl wird passend darstellt, sondern mit viel zu wenig Kontrast und viel zu klein und zu weit links. Es ist ein Chaos, da schnell was zu finden.Zum Glück ist die Suche und die Ordnung nach Monaten mittlerweile so hervorragend geworden, dass man diese Übersicht nicht mehr oft braucht. Und ich gebe zu, das wird wohl Gewohnheitssache sein…

Und sonst so? Joa, ich kann SideCar leider nicht nutzen, weil ich nur ein Air 2 besitze und für eine Analyse der restlichen Neuerungen verging noch zu wenig Zeit. Also belasse ich es hiermit und frage einmal in die Runde: Wie läufts bei euch so? Bzw. was läuft gut und was schlecht?


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