iPhone-Drossel: Experten werfen Apple jahrelange Täuschung beim Akku-Verschleiß vor

31. Januar 2018 | Betriebssystem | 0 Kommentare »

Apple habe vorsätzlich verschwiegen, in welchem Ausmaß iPhone-Akkus verschleißen, werfen verschiedene Experten Cupertino vor. Wie diese Aussage vor dem Hintergrund, dass sie für Reparaturdienstleister und Akku-Diagnosetools arbeiten einzuordnen ist, muss jeder selbst wissen.

Die iPhone-Drossel ist doch eigentlich schon ausgestanden, richtig? Falsch, denn Apple muss sich noch immer zahlreichen Klagen stellen, die auf der ganzen Welt eingereicht wurden. Auch Aufsichtsbehörden prüfen den Sachverhalt weiterhin, obschon Apple nun eine klare Kante die Drossel betreffend zeigt: Diese wird in einem künftigen iOS-Update transparent und kann sogar konfiguriert werden, kündigte Apple an.

Doch nun erheben sich Stimmen, die behaupten, Apple habe den Verschleiß von iPhone-Akkus zuvor gezielt heruntergespielt. Einer, der das behauptet, ist Kyle Wiens, CEO des bekannten Reparaturdienstleisters iFixit. Wieso können Nutzer am Mac den Zustand der Batterie mit Bordmitteln recht genau einsehen und am iPhone fehle diese Möglichkeit vollkommen? fragt der Reparaturspezialist.

Ähnlich kritisch äußert sich auch Rogerio Hirooka, dessen Firma Lirum Labs eine iOS-App zur Akku-Diagnose herausgegeben hatte. Dieser App könne seit 2016 nicht mehr die Anzahl der Ladezyklen auslesen, Apple habe das seiner Zeit durch ein iOS-Update verhindert. Zudem habe Apples App Store Team Ende letzten Jahres, kurz vor Apples öffentlichen Stellungnahmen zur iPhone-Drossel, ein App-Update abgewiesen, angeblich wegen Ungenauigkeiten in der Anzeige der App, die Nutzer zu falschen Schlussfolgerungen den Zustand der Batterie betreffend führen könnte.

In einem von euch viel beachteten Kommentar hat OSXi.de-Redakteur Toni Ebert gestern die Probleme skizziert, die Apples Politik in der Akku-Affäre kennzeichnen.


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