Snapchat: Neue Spectacles-Version und nervigere Werbung ab Mai

27. April 2018 | Apps | 0 Kommentare »

Snapchat hat mit seinem letzten Redesign viel Kritik einstecken müssen, jetzt erreichen uns zwei Neuigkeiten von dem sozialen Netzwerk: Eine neue Version der Kamera-Brille soll mehr Anwendungsfälle abdecken und ein neues Werbeformat könnte Nutzer ärgern.

Als „Made for Summer“ beschreibt Snapchat die neue Version der Spectacles, die ab dem 3. Mai in Deutschland verfügbar sein wird. Bei den Spectacles handelt es sich um eine Sonnenbrille mit integrierter Kamera, die das Aufzeichnen von Videos und Teilen zu Snapchat erlaubt. Die neue Generation bietet gegenüber dem ersten Modell vier zentrale Verbesserungen: Die Brille ist wasserdicht, kann also auch am Strand oder am Pool bedenkenloser getragen werden – wasserdicht bedeutet hier jedoch nicht, dass man die Brille zu ausgiebigen Tauchgängen mitnehmen soll, Snapchat empfiehlt in den offiziellen FAQs dazu höchstens die kurze Nutzung in flachem Wasser. Außerdem soll sich der Tragekomfort insgesamt deutlich verbessert haben. Mit den neuen Spectacles kann durch langes Drücken des Auslösers nun Fotos aufgezeichnet werden, des Weiteren soll der Transfer von Fotos und Videos an Snapchat auf dem verbundenen Smartphone bis zu vier Mal schneller sein. Preislich liegen die neuen Spectacles in Deutschland bei 174,99€. Nach dem großen Flop der ersten Generation, durch den Snapchat bis zu 40 Millionen US-Dollar Verlust zu verzeichnen hatte, dürfte die zweite Generation, sollte sie ähnlich groß scheitern, vermutlich der letzte Hardware-Versuch des sozialen Netzwerks sein.

In der mobilen Anwendung sollen Nutzer zudem noch penetranter durch Werbung genervt werden, ab Mitte Mai will das soziale Netzwerk Clips mit sechs Sekunden Dauer testen, die durch den Nutzer nicht übersprungen werden können. Wer sich jetzt vor nerviger Werbung in seiner eigenen Story fürchtet, kann vorerst beruhigt sein: Die neuen Anzeigenclips, von Snapchat intern als „Commercials“ betitelt, sollen vorerst nur in den Snapchat-eigenen Inhalten wie der Serie Second Chance angezeigt werden. Inwiefern man dabei das Wort „vorerst“ betonen muss, ist aktuell unklar. Snapchat selber wollte sich bisher nicht zu den konkreten Plänen für Zwangswerbung äußern. Bereits im Januar wurde darüber spekuliert, ob das Netzwerk die ersten drei Sekunden von Werbeclips verpflichtend machen könnte, da vor allem junge Nutzer die eingeblendete Werbung meist nach weniger als einer Sekunde überspringen. Die neue Spekulation könnte jetzt Snapchats Reaktion auf diese Zahlen sein, mit der man für Werbende weiterhin attraktiv bleiben will.


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