Zu viel Gewalt: Apple TV+ verliert weitere Serie an Apples Harmoniebedürfnis

4. September 2019 | Apple | 0 Kommentare »

Apple hat eine seiner Apple TV+-Serien gestrichen: „Bastards“ wird nicht mehr weiter produziert. Das Drehbuch ist Apple angeblich zu brutal. Seine harmoniebedürftige Haltung hatte Apple schon in der Vergangenheit Probleme bereitet.

Apple wird eine seiner Serien, die im neuen Streamingdienst Apple TV+ laufen sollte, nicht weiter produzieren lassen: „Bastards“ mit Hollywood-Star Richard Gere sollte die Geschichte zweier Kriegsvetaranen erzählen, die eine Art höchst blutigen Amoklauf beginnen und reihenweise junge Menschen töten. Die Serie basiert ursprünglich auf einem israelischen Drehbuch und war für den amerikanischen Zuschauer bereits etwas umgebaut worden. Die beiden Soldaten wurden in Vietnam-Veteranen verwandelt, doch am Ende kamen Apple und die Produzenten nicht zusammen.

Aufgrund nicht überbrückbarer Differenzen hat Apple die Zusammenarbeit mit den Produzenten von „Bastards“ eingestellt, wird aus Branchenkreisen berichtet. Das Unterfangen war für Apple aber nicht billig, denn das Unternehmen musste eine nicht geringe Strafzahlung für die Einstellung der Serie leisten.

Schon zuvor hat Apple TV-Projekte eingestellt, die der inhaltlichen Ausrichtung des Unternehmens nicht entsprachen. So wurde etwa die Produktion von „Vital Signs,“ eingestellt, die Serie sollte das Leben von Dr. Dre erzählen und kam nicht ohne viele Schießereien und Drogenkonsum aus. Auch hat Apple wie von uns zuvor berichtet bereits Drehbuchautoren verloren, die nicht mit der auf Familienverträglichkeit getrimmten Grundlinien von Apple zurecht kommen.
Allgemein wird vermutet, Apple wolle Szenen mit hohem Gewaltpotenzial sowie explizite Darstellungen konsequent vermeiden, wie weit dieser Ansatz letztendlich trägt, bleibt indes fraglich.


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