Zu aufdringlich? EU prüft Apple Pay nach Wettbewerbsbeschwerden

23. Oktober 2019 | Apple | 0 Kommentare »

Apple Pay wird von der EU-Kommission auf mögliche Verstöße gegen die Wettbewerbsregeln untersucht. Diese Entscheidung kommt einige Monate nach einer gegensätzlichen Einschätzung der Kommission und dürfte mit dem steigenden Marktanteil des Bezahldienstes in den Märkten der EU zu tun haben. Auch wird Apple vorgeworfen, Apple Pay zu aufdringlich zu bewerben.

Verzerrt Apple mit Apple Pay den Wettbewerb in der EU? Dieser Frage wird nun die EU-Kommission nachgehen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Kommission große Onlinedienste von Apple, Google oder Microsoft untersucht. In manchen fällen folgte auf eine solche Prüfung auch eine deutliche Einschränkung oder Neuordnung eines Angebots, ob das in diesem Fall ähnlich sein wird, ist aber fraglich. Apple selbst war ebenfalls schon Ziel solcher Prüfverfahren. Dennoch, EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hat einige Bedenken hinsichtlich Apple Pay.

Wer iOS 13 installiert hat, wird durch den Hinweis in den Einstellungen zu nachdrücklich zur Einrichtung von Apple Pay gedrängt, so verschiedene Betreiber alternativer mobiler Zahlungsdienste und das stimmt auch Die Kommissarin im Gespräch mit der Agentur Bloomberg nachdenklich. Zudem soll die Kommission klären, ob Apple Pay andere Dienste aktiv behindert. Diesen Vorwurf hatten etwa immer wieder deutsche Sparkassen aufgestellt, die Zugriff auf die NFC-Schnittstelle der iPhones haben wollten, um ihre eigenen Bezahldienste anzubieten. Letztlich setzte sich Apple durch und die Sparkassen werden nun Apple Pay anbieten, OSXi.de berichtete.

Ob Apple Pay in den Märkten der EU am Ende tatsächlich reguliert wird, nachdem es sich nun endlich langsam in der Eurozone etabliert und das Mobile Bezahlen bekannter gemacht hat, bleibt abzuwarten.


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