Verklagt: Ehemaliger Apple-Anwalt wollte mit Insiderhandel reich werden

25. Oktober 2019 | Apple | 0 Kommentare »

Er hat seinen ehemaligen Arbeitgeber um sechsstellige Beträge betrogen und steht dafür nun vor Gericht: Gene Levoff, lange in hochrangiger Position bei Apples Rechtsabteilung, nutzte sein Insiderwissen, um an der Börse satte Gewinne einzustreichen. Ihm droht nun eine langjährige Haftstrafe.

Gene Levoff erzielte mit Aktienkäufen saftige Gewinne an der Börse: Rund 227.000 Dollar konnte er einnehmen, indem er reichlich Aktien von Apple kaufte. Was er wusste und der gemeine Anleger nicht: Apple steuerte auf ein Quartal mit stark gestiegenen Umsatz- und Gewinnzahlen zu. Insiderhandel ist allerdings strafbar und so steht Levoff nun unter Anklage der Staatsanwaltschaft von Jersey. In insgesamt sechs Fällen soll Levoff von seinem internen Wissen profitiert haben, das er im Rahmen seiner Tätigkeit bei Apple besaß.

Levoff wurde bereits Anfang diesen Jahres von der amerikanischen Börsenaufsicht in einem Zivilprozess angeklagt, OSXi.de berichtete. Er war ab 2013 in leitender Funktion in Apples Rechtsabteilung tätig, ironischerweise genau in dem Team, das dafür Sorge tragen soll, dass alle Mitarbeiter sich an die gesetzlichen Vorgaben für Börsenhandel halten. Innerhalb einer bestimmten Sperrfrist dürfen Mitarbeiter von börsennotierten Unternehmen, die selbst Anteile an dem Unternehmen halten, diese weder kaufen, noch verkaufen.

Laut US-Medienberichten droht dem Anwalt nun eine langjährige Freiheitsstrafe. Das Verfahren der US-Börsenaufsicht könnte zudem zu erheblichen Geldstrafen führen. Apple erlangte Mitte 2018 Kenntnis von den Vorgängen um Gene Levoff und ließ den Sachverhalt durch externe Gutachter prüfen. In der Folge war Levoff nicht länger für Apple tätig.


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