Qualcomm nennt Tim Cook irreführend und Apple schießt zurück

9. Januar 2019 | Apple | 0 Kommentare »

Qualcomm reagierte auf den jüngsten Kommentar von Tim Cook zum Konflikt mit Apple: Cook habe sich absichtlich missverständlich ausgedrückt und man sei unaufhörlich um eine Einigung bemüht gewesen.

Das wollte man bei Qualcomm nicht unkommentiert lassen. In einem Interview hatte Tim Cook unlängst auf CNBC nicht nur über die aktuellen Absatzprobleme des iPhones gesprochen, auch zur Auseinandersetzung mit Qualcomm nahm der Applechef Stellung. Dieser Konflikt, der in Deutschland immerhin ein Verkaufsverbot für das iPhone 8 und iPhone 7 erzeugt hat, wird sich wohl nur vor Gericht lösen lassen. Cook bekräftigte jedenfalls die bereits im letzten Jahr von Apple vertretene Position, keine Einigung mehr zu suchen, sondern die Richter entscheiden zu lassen, OSXi.de berichtete.

Qualcomm aber mochte diese Aussage nicht so stehen lassen. Via Medien ließ man die interessierte Branchenöffentlichkeit wissen, Apples Tim Cook habe den Zeitpunkt seiner Aussage manipulativ gewählt und sich zudem irreführend ausgedrückt. Qualcomm sei seit anderthalb Jahren bestrebt, eine Einigung mit Apple herbeizuführen. Weiterhin verlieh man erneut seiner Hoffnung Ausdruck, die Krise noch außergerichtlich beilegen zu können. Entsprechende Mitteilungen, die aus einer Art alternativer Wirklichkeit zu stammen schienen, schickte Qualcomm bereits letztes Jahr in die Welt. Letzteres ist angesichts der jüngsten Eskalation kaum noch vorstellbar.

Tim Cook ging sogar so weit zu sagen, Qualcomm verbreite de facto Fake News.

Apple schoss umgehend zurück und führte aus, Tim Cook habe sich in seinem Interview ganz korrekt ausgedrückt.

Wie die verschiedenen Verfahren rund um die Welt für Apple und Qualcomm am Ende ausgehen, bleibt eine Frage der Gerichte. Es ist aber schon jetzt klar, dass Qualcomm dem Geschäft beider Unternehmen übel mitgespielt hat.


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