Nach Spotify-Beschwerde: Apple sieht Ermittlungsverfahren der EU-Kommission entgegen

6. Mai 2019 | Apple | 0 Kommentare »

Die EU-Kommission hat sich nun entschlossen, ein Ermittlungsverfahren gegen Apple einzuleiten. Auslöser hierfür war eine Beschwerde von Spotify vom März diesen Jahres, in der der Streamingndienst Apple Verstoß gegen europäisches Wettbewerbsrecht vorgeworfen hatte.

Gegen Apple wird wohl bald ein weiteres Ermittlungsverfahren aus Europa eingeleitet. Das Wettbewerbskommissariat der EU-Kommission hat sich Medienberichten nach nun entschlossen, diesen Schritt zu gehen. In den nächsten Wochen sollen zunächst Verbraucher, Wettbewerber und andere Marktteilnehmer zu der Angelegenheit befragt werden. Anschließend beginnt das Verfahren, das aber lange dauern kann und womöglich – wie fast immer – vor dem Europäischen Gerichtshof landet.

Hintergrund der Ermittlungen ist eine Beschwerde von Spotify aus dem März, OSXi.de berichtete. Darin erklärte das Unternehmen, Apple verstoße mit seinem Streamingdienst Apple Music gegen europäisches Wettbewerbsrecht und zwar in gleich mehrfacher Hinsicht. Hauptkritikpunkt ist die bekannte Tatsache, dass Apple die bekannten 30% von allen Einnahmen im App Store einstreicht, bei einem Abo sinkt dieser Betrag immerhin nach einem Jahr auf die Hälfte.

Als Reaktion auf diese Praxis haben Spotify und auch Netflix inzwischen iTunes als zulässige Zahlungsquelle für ihre Dienste entfernt. Daneben wirft Spotify Apple auch vor, es von bestimmten Diensten wie der Integration in Siri und Produkte wie den HomePod oder die Apple Watch abschneide, so lange man keine iTunes-Zahlungen anbiete.

Während der Konflikt um die Provision im App Store auch zwischen Apple und anderen Entwicklern schon lange köchelt, sind die übrigen Vorwürfe von Spotify nicht ganz schlüssig.


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