Ming-Chi Kuo will nicht mehr über Apple spekulieren: Star-Analyst sucht neue Ufer

30. April 2018 | Apple, Featured | 0 Kommentare »

Ming-Chi Kuo verlässt KGI Securities. Damit verliert das Unternehmen seinen Star-Analysten und die Gerüchteküche um Apple eine ihrer bekanntesten Stimmen. Noch ist unklar, wer das Vakuum künftig ausfüllen wird.

Es ist eine einschneidende Änderung, die sich für das schnelldrehende Großwettersystem Apple-Spekulationen ergeben hat: Ming-Chi Kuo, einer der, wenn nicht der bekannteste Analyst für alles, was mit Produkten aus Cupertino zu tun hat, verlässt seinen Brötchengeber KGI Securities.

Er war dort über sechs Jahre beschäftigt und hat sich im Laufe der Zeit einen immensen Ruf als Apple-Bescheidwisser erworben, wenn er auch längst nicht immer richtig gelegen hat.

Dennoch, seine Analysen haben oft genug den Weg skizziert, den Apple später auch tatsächlich eingeschlagen hat.

Natürlich arbeiten bei KGI noch mehr Leute, das Unternehmen ist schließlich eins der größten Analystenbüros Taiwans, im öffentlichen Fokus stand allerdings stets Kuo.

Der hatte vor seiner Zeit bei KGI bei der Digitimes gearbeitet. Von dort brachte er auch seine Kontakte in die Lieferkette Apples mit. Genau diese könnten auch ein Grund für das Ende seiner Karriere als Apple-Spekulationstaktgeber sein.

Es wird gemunkelt, möglicherweise seien die Quellen Kuos unlängst ausgetrocknet worden. Apple hatte zuletzt auch eine schärfere Gangart gegen Leaks kommuniziert, bezog diese allerdings eher auf Apple-Mitarbeiter in den USA.

Kuo möchte sich künftig nicht mehr mit Spekulationen rund um Apple aufhalten. Dem Vernehmen nach zieht es ihn ins analytische Umfeld von Schwellen- und Entwicklungsmärkten.

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Kurz gesagt: Sie wird sich ändern. Über kurz oder lang wird ein anderer oder eine Gruppe anderer Analysten die Position und den Stellenwert einnehmen, der bislang Ming-Chi Kuo zukam. Dieser hatte etwa sehr treffsicher über die TrueDepth-Kamera des iPhone X oder die Apple Watch Series 3 spekuliert.

Es gibt indes viele Apple-Analysten, von denen sich einige zuletzt verstärkt einen wahrnehmbaren Ruf erworben haben. Es wird indes noch dauern, bis sie sich in vergleichbarer Weise profilieren können.

Es wird interessant sein zu beobachten, welche Stimmen sich nun erheben, die zuvor womöglich nicht vernommen werden konnten.


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