iPhone-Importverbot: Apple erhält Schützenhilfe seiner Kunden

29. Juni 2018 | Apple, Featured | 0 Kommentare »

Apple erhält im Streit um ein Importverbot für iPhones moralische Unterstützung von Verbrauchern. Qualcomm möchte verhindern, dass iPhones mit Intel-Modem in die USA importiert werden können.

Apple hat im Streit mit Qualcomm nun ein wenig Schützenhilfe von seinen Kunden bekommen. Einige US-iPhone-Nutzer haben sich zusammengeschlossen und wollen vor Gericht eine einstweilige Verfügung erwirken, die es Qualcomm verbietet, ein Importverbot für iPhones mit Intel-Modem durchzusetzen, berichtet Bloomberg.

Ihre Argumentation deckt sich dabei mit der eines US-Branchenverbandes.

Verbraucher und US-Firmenvertreter führen an, dass Qualcomms Verhalten den Wettbewerb massiv beeinträchtige. Ein unzulässiges Quasi-Monopol Qualcomms auf LTE-Modems würde durch ein mögliches Importverbot zementiert. Apple gab sich zudem ungewohnt fürsorglich und erklärte, ein Importbann würde Intel aus dem Modem-Markt für Smartphones hinausdrängen, was letztlich auch ein Problem für die nationale Sicherheit sein könnte.

Große Worte, doch das ganze ist indes eher eine Parade der schicksten Argumente, die effektiv ins leere laufen. Apple verkauft seine iPhones mit Intel-Modems ohnehin mehrheitlich nach Europa und in andere Märkte außerhalb der USA, während die Einheiten mit Qualcomm-Modems für das Nordamerikageschäft bestimmt sind.

Für Qualcomm dürfte diese Affäre am Ende nicht gut ausgehen, zu massiv sind die Widerstände geworden, gegen die der Chipentwickler ankämpfen muss. Für ihn geht es hier auch um bares Geld: Apple war ein großer Kunde, dessen Wegfall sich in den Bilanzen niederschlagen wird.


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