Indonesien statt China: Apple-Fertiger verschiebt Produktion schon nächsten Monat

23. Mai 2019 | Apple | 0 Kommentare »

Apples Auftragsfertiger beginnen bereits, Produktionskapazitäten aus China abzuziehen. Im Angesicht des Handelskrieges, der mit immer unkalkulierbareren Unsicherheiten im internationalen Warenverkehr verbunden ist, ziehen die Unternehmen erhöhte Kosten einer unberechenbaren Lage in China vor.

Heute berichteten wir bereits, dass der Zollstreit zwischen China und den USA nicht nur kurzfristig für Huawei,, sondern auch mittel- und langfristig für Apple teuer werden könnte. Bereits länger arbeiten die verschiedenen Auftragsfertiger von Apple an Plänen, auch außerhalb von China iPhones und andere Gadgets zusammenbauen zu können. Nun folgen schneller als erwartet erste Konsequenzen.

So wird Pegatron wohl bereits ab nächstem Monat in Indonesien für Apple fertigen lassen.

iPads und Macs aus indonesischer Produktion

Pegatron wird wohl bereits ab Juni damit beginnen, iPads und Macs in Indonesien zu produzieren, das berichtet die ihn Taiwan erscheinende Digitimes unter Berufung auf Zuliefererkreise. Hierbei wird sie sich dem lokalen Subunternehmer PT Sat Nusapersada bedienen, dessen CEO Abidin Hasibuan bestätigte gegenüber lokalen Wirtschaftsmedien auch umgehend, ab Juni einen neuen Kunden zu haben. Dessen Namen oder die für ihn gefertigten Artikel nannte er namentlich nicht, erwähnte allerdings, dass sie in die USA exportiert werden sollen.

Zuvor war über Pläne Pegatrons berichtet worden, die Produktion in Vietnam aufzunehmen. Kurzfristig habe man sich aber nun für Indonesien entschieden, weil dort die Personalsituation einfacher zu handhaben sei.

Ob weitere Fertigungskapazitäten aus China in andere Billiglohnländer verlagert werden, wird vom Ausgang der laufenden Wirtschaftsverhandlungen zwischen Peking und Washington abhängen. Unterdessen haben westliche Produkte wie iPhones in China wie zuletzt beobachtet zunehmend einen schweren Stand.


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