FBI-Stratege: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, wie Apple sie einsetzt, behindert die Strafverfolgung

27. Februar 2019 | Apple | 0 Kommentare »

Das FBI hat sich erneut zur Sicherheit von Ende-zu-ende-verschlüsselter Geräte geäußert. Diese Geräte beeinträchtigen die Strafverfolgung, unterstrich einmal mehr ein FBI-Verantwortlicher.

Aus dieser Richtung haben wir schon länger nichts mehr gehört: Das FBI hat sich mal wieder zur Verschlüsselung von Smartphones und anderen Mobilgeräten vernehmen lassen. Amy Hess, im Direktorium der US-Bundespolizei und früher für den Zweig der Technologieüberwachung zuständig, wird vom WSJ in einem Interview mit den altbekannten Vorwürfen zitiert. Danach seien zu sichere Geräte ein Faktor, der die Strafverfolgungsbehörden daran hindere, ihre Arbeit zu machen.

Es sind Worte, die auch schon von deutschen, französischen oder britischen Sicherheitsstrategen in den Mund genommen worden waren, OSXi.de berichtete: Straftäter, gedacht wird hier zunächst an Extremisten und Terroristen, können vom RADAR der Strafverfolgungsbehörden verschwinden und im Schatten ihren Geschäften nachgehen, wenn sie sichere Kommunikation nutzen, die auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung basiert. „Going dark“, wird das in der Sicherheitssprache genannt und es ist fraglich, ob eine starke Verschlüsselung tatsächlich den weltweiten Terror begünstigt. Tatsächlich wurde etwa dem Messenger Telegram immer wieder vorgeworfen, das bevorzugte Kommunikationsmittel islamistischer Terroristen zu sein und dessen Verschlüsselung gilt gemeinhin nicht als sonderlich vertrauenerweckend. Die Politik möchte diesem vermeintlichen Problem begegnen, indem Tech-Firmen gezwungen werden, Hintertüren zu ihren Produkten bereitzuhalten, ein entsprechendes Gesetz passierte kürzlich das australische Parlament. Apple war eins von neun Tech-Unternehmen, das an die australische Regierung appelliert hatte, diese Initiative nochmals zu überdenken, wie wir damals berichteten. Eine geschwächte Verschlüsselung bedeutet am Ende eine geschwächte Sicherheit für die Bevölkerung und ihre Daten, so Tim Cook zu mehreren Gelegenheiten.


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