Die großen Fragen: Apple-Beobachter über ihre Erwartungen vor Quartalszahlen

30. Juli 2018 | Apple | 0 Kommentare »

Morgen stellt Apple seine Zahlen für das dritte Quartal 2018 vor. Tags zuvor haben sich bereits verschiedene Analysten in Stellung gebracht. Wir fassen zusammen, was die Beobachter der Märkte erwarten.

Apple wird morgen Abend deutscher Zeit die nächsten Zahlen präsentieren. Das dritte Fiskalquartal im Jahr ist traditionell weniger spannend als etwa das wichtige Weihnachtsquartal.

Erwartet wird morgen ein Zuwachs bei den iPhone-Verkäufen von rund 4,2% gegenüber zum Vorjahreszeitraum.

Geräte-Verkäufe sind aber womöglich gar nicht die wichtigste Kennzahl dieser Bilanz.

Viel mehr schauen morgen alle äußerst gespannt auf die Entwicklung des Services-Segment, in das etwa Einnahmen aus iTunes, Apple Music oder der iCloud fließen. Es ist ein immer wichtiger Wachstumsfaktor für die Entwicklung der Apple-Aktie und ein Schlüsselsektor für die Gesamtentwicklung des Unternehmens, verdeutlicht RBC-Analyst Amit Daryanani. Derzeit trägt der Geschäftsbereich etwa 15% zum Konzernwachstum bei und ist auf dem Weg zur 50 Milliarden Dollar-Marke.

Auch Katy Huberty von Morgan Stanley hat zuletzt erneut die Bedeutung der Services für Apple betont und hält deren Entwicklung perspektivisch sogar für wichtiger als die Steigerung der iPhone-Verkäufe.

Grundsätzlich sehen Branchenkenner zahlreiche Baustellen, an denen Apple anpacken muss.

Analysten von Bank of America Merrill Lynch hatten unlängst projiziert, der AR-Sektor könne Apple einen zusätzlichen Umsatz im niedrigen zweistelligen Milliardenbereich bringen. Dieser setze sich zusammen aus dem Verkauf von AR-fähigen iPhones und AR-Apps, derer die Nutzerschaft allerdings noch harrt.

Tom Forte wiederum hebt hervor, wie wichtig Privatsphäre für Apple aktuell ist. In Zeiten, in denen die Nutzer durch die Skandale bei Facebook und co. verunsichert seien, erwartet er weitere Bekenntnisse des Apple-Management zum Schutz der Privatsphäre, die das sprichwörtliche Engagement des Unternehmens hier bekräftigen.

Auch bei Siri müsse Apple nun rasche Fortschritte vorweisen, meint der Analyst und sieht Apple hier auf einem guten Weg. Obgleich noch immer deutlich hinter Alexa und Cortana, habe Apple John Giannandrea, früher AR-Stratege bei Google, angeheuert und so gezeigt, dass man die Herausforderung angehen will.

Und schließlich ist da Apples Chinageschäft, bei dem sich die versammelte Expertenschaft nicht ganz einig ist. Klar ist, wie wichtig China für Apple ist und bleibt.

Klar ist auch, es könnte besser laufen im Reich der Mitte. Wie überwältigend ist die lokale Konkurrenz billiger Androiden?

Hier teilen sich die Geister, möglicherweise fallen morgen im Conference Call hierzu erhellende Worte.


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