Apples Services: Durchwachsene Zukunftsaussichten

11. Januar 2019 | Apple | 0 Kommentare »

Apples Zukunft liegt in den Services, betonen Analysten und auch Apple selbst immer wieder. Doch diese Zukunft ist nicht frei von Herausforderungen und mancher Stolperstein könnte Apples Entwicklung hier empfindlich stören. Analysten zeichnen ein durchwachsenes Bild.

Apple wird in den nächsten Jahren die meiste Freude an seinem Services-Segment haben, diese Schlussfolgerung zogen Analysten in der Vergangenheit immer wieder. Und auch Apple selbst betont auf seinen Quartalskonferenzen regelmäßig, der eigene Services-Bereich wächst wie kein anderer und erlöst bereits jetzt allein den Umsatz eines Fortune500-Unternehmens, doch es stören einige Faktoren dieses rosige Bild.

Ärger hat Apple derzeit etwa im iOS App Store, der allein immer ein Garant für gute Gewinne war. Doch es brodelt in der Entwicklergemeinde. Nachdem große und ertragreiche Anbieter wie Netflix und Spotify nicht länger zulassen, dass Neukunden ihre Abos über iTunes zahlen, entsteht dem App Store ein Umsatzausfall von reichlich 250 Millionen Dollar und andere Unternehmen könnten folgen. Die 30- respektive 15%-Klausel könnte ihre längte Zeit Bestand gehabt haben.

Dann sind da noch die Monopolvorwürfe gegen Apple, die aktuell vor dem obersten US-Gerichtshof verhandelt werden. Sollten sich die Kläger hier durchsetzen, könnte Apple hier künftig noch deutlich stärker herausgefordert werden. Die 30%-Klausel wäre dann vermutlich nicht mehr zu halten und eine erzwungene Öffnung des App Stores würde die Gewinne weiter schmälern, zudem läuft es im App-Geschäft in China aktuell gar nicht gut.

Immerhin, weltweit konnte der App Store seit 2014 seine Erlöse mehr als verdreifachen..

Es gibt allerdings auch Grund für einigen Optimismus.

Aktuell scheint es allerdings ohnehin so, als würde Apple einige grundlegende Überlegungen in Hinsicht auf die Positionierung seiner Dienste anstellen. Nachdem lange nur Apple Music als großer Dienst des Unternehmens auf anderen Plattformen wie Windows und Android lief, öffnet sich Apple nun weiter. Fernseher von Samsung, LG, Sony und co. erhalten iTunes, AirPlay 2 und HomeKit-Support, OSXi.de berichtete Die bislang verfolgte exklusive Nutzbarkeit dieser Funktionen auf Apple-Hardware wird dadurch aufgeweicht. Es sei zwar schwierig für ein Unternehmen wie Apple so grundlegende Traditionen aufzugeben, so Ben Bajarin, Analyst bei Creative Strategies, aber Apple gerate merkbar in Bewegung. Auch der Schritt, Apple Music auf Amazons Echos zu bringen, passt in dieses Bild.

Asymco Analyst Horace Dedio verweist zudem auf die hohe Plattformloyalität der Kunden außerhalb Chinas, die liege derzeit bei konstant 90%. Das ist eine gute Grundlage, selbst wenn nur ein kleiner Teil der rund 1,4 Milliarden Apple-Kunden derzeit ein kostenpflichtiges Angebot nutzt.

Dieser Wert könnte aber steigen, wenn Apple seinen eigenen Streamingdienst startet und der soll dem Vernehmen nach 2019 kommen, OSXi.de berichtete. Er wird möglicherweise zunächst recht günstig angeboten, wenn er allerdings im weiteren ausgebaut wird, könnten auch die Abo-Gebühren und damit die Einnahmen für Apple steigen.


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