Apples Servicegeschäft profitiert von Google, doch Banken mahnen mehr Eigeninitiative an

13. Februar 2019 | Apple | 0 Kommentare »

Apples Services-Sparte wächst zwar kräftig, doch etwa jeder fünfte Dollar, der damit erwirtschaftet wird, ist sozusagen nicht selbst gemacht. Banker warnen, dass das für Apple noch zur Belastung werden könnte.

Es ist nur eine winzige Einstellung, aber sie hat enormes Gewicht: Über welche Suchmaschine die Internetnutzer nach Inhalten suchen, diese Frage kann in ihrer Bedeutung für eben diese Suchmaschinen gar nicht überschätzt werden. Nachdem Nutzer ihre Suchbegriffe nur noch in die Adressbox der Browser eingeben, ist der Browser zum Trafficlieferanten der Suchdienste geworden und Google, der allgegenwärtiger Marktführer, lässt es sich einiges kosten, dass die meisten Anfragen zu ihm kommen.

Apple sollte eigene Dienste stärken

Knapp zehn Milliarden Dollar hat Apple zuletzt von Google kassiert, um es als Standardsuchmaschine unter iOS einzustellen. – leicht verdientes Geld, es musste quasi nichts dafür tun. Der so erlöste Betrag repräsentiert rund 20% des Services-Geschäfts von Apple, der Sparte also, die zum zweiten Goldesel im Unternehmen geworden ist. Die Banker der US-Großbank Goldman Sachs mahnen nun aber zur Vorsicht: Zwar werden die Nutzer auch weiterhin Dinge suchen und das werden sich Google und co. bezahlen lassen, das Wachstum hier stößt aber an Grenzen und wird sich in nächster Zeit verlangsamen. Apple solle den selbst gemachten Erlös stärken, so die Banker. Eigene Dienste sollen für mehr Umsatz mit den Services sorgen, Goldman Sachs weist da vor allem auf den Streamingdienst hin, der demnächst starten soll. Dass hier allerdings noch einige Fragen offen sind, haben wir gerade berichtet. Ein Erfolg ist nicht garantiert und wird vor allem auch davon abhängen, ob die Apple-Originals beim Kunden ankommen.

Mit dieser Empfehlung der Hochfinanz im Ohr, erinnern wir uns auch gleich wieder an eine Analystenempfehlung, die gar nicht weit zurückliegt: Da wurde Apple nämlich aufgefordert, Top-Player der Streamingbranche wie Netflixs zu kaufen.


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