Apple zu Handelskrieg: Neue Strafzölle helfen den Chinesen

21. Juni 2019 | Apple | 0 Kommentare »

Apple setzt sich für ein Ende oder zumindest eine Entschärfung des Handelskonfliktes mit China ein. Bei seiner Argumentation setzt der Konzern auf rein rationale Motive, die Auseinandersetzung zu beenden.

Dass der Handelskonflikt die amerikanische Wirtschaft langfristig schädigt, ist kein Geheimnis mehr: Kurzfristig mögen zunächst chinesische Unternehmen unter den Maßnahmen aus Amerika leiden, wie man aktuell eindrucksvoll am Beispiel von Huawei sehen kann, aber schon mittelfristig schlägt diese Politik auf die US-Wirtschaft zurück. Darauf hat nun Apple in einem Brief eindringlich hingewiesen, den das Unternehmen an Robert Lighthizer geschickt hat, er ist einer der führenden Berater und Autoren einiger bedeutender Eckpunkte in der amerikanischen Handelspolitik unter Präsident Trump.

Apples Argumentation funktioniert dabei nach einem geradezu Trumpschen Prinzip.

Die derzeit verfolgte Strategie in den Handelsgesprächen mit China werde langfristig die Chinesen stärken, argumentierte Apple. Die von der Trump-Administration ins Gespräch gebrachten neuen Strafzölle in Höhe von 25% hätten die amerikanischen Unternehmen zu tragen, die in China gefertigte Waren einführen. Überdies würden diese neuen Zölle auch auf Komponenten und Ersatzteile angewendet werden müssen, die den Service für die Endkunden teurer mache.

Apple machte auf die Bedeutung der eigenen Produkte für die US-Wirtschaft und die Bürger hin. Studierende, Krankenhäuser und Familien nutzten Apple-Produkte und Apple sei der größte Steuerzahler in den USA, so Apple. Zudem werden durch die neuen Zölle chinesische Unternehmen profitieren, die von den Einfuhrzöllen nicht betroffen sein werden. Auch andere ausländische Unternehmen könnten Apple und der amerikanischen Wirtschaft im Binnenmarkt Anteile abnehmen. Aus diesen Gründen appellierte Apple an Lighthizer, das neue Zollpaket vorläufig auszusetzen. Ob die Argumente auf fruchtbaren Boden fallen werden, ist einstweilen noch abzuwarten.


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