Apple zu Googles Entdeckung von iOS-Sicherheitslücken: Alles war gar nicht so schlimm

9. September 2019 | Apple, Betriebssystem | 0 Kommentare »

Apple hat sich zur Sicherheitslücke in iOs geäußert, die unlängst von Google in einem Blog-Beitrag beschrieben worden ist. Apple reagierte auf diese Veröffentlichung nun seinerseits mit einer Pressemitteilung und ordnet die Vorkommnisse ein wenig anders ein.

Apples Unternehmenskommunikation möchte noch ein wenig Einfluss auf die Deutungshoheit der Sicherheitslücke in iOS nehmen, von der iOS 12.x lange betroffen war. Details über den Hintergrund dieser Schwachstellen waren unlängst von Google veröffentlicht worden, OSXi.de berichtete. iOS war von gleich einer Reihe Sicherheitsproblemen betroffen gewesen, die auch aktiv ausgenutzt worden sind, dies jedoch nicht annähernd so massiv, wie es den Eindruck gehabt haben könnte, bemüht sich Apple nun zu verdeutlichen.

Wie das Unternehmen ausführt, haben sich die Angriffe in der Hauptsache auf die Volksgruppe der Uiguren gerichtet. Wir hatten bereits darüber berichtet, dass die chinesische Regierung offenbar gezielt Lücken in iOS und co. ausgenutzt hat, um diese muslimische Minderheit zu bespitzeln. Dies sei nach Angaben Apples über einige wenige Webseiten erfolgt. Keinesfalls könne von einer massenhaften Infektion von iPhones mit Malware gesprochen werden, so Apple. Auch seien diese Attacken nicht über Jahre durchgeführt worden, wie die Mitteilung von Google es vermuten ließ, sondern wohl nur über eine Zeit weniger Monate, so Apple. Zudem habe man sehr schnell reagiert und die Lücken geschlossen, als sie entdeckt wurden, was auch tatsächlich der Fall war. Schließlich weist Apple darauf hin, dass die Lücken bereits vor einem halben Jahr geschlossen worden sind und seither keine Gefahr mehr durch sie für iOS bestehe. Hierzu ist allerdings auch zu sagen, dass es von funktionierendem Verantwortungsbewusstsein seitens Google zeugt, über diese schwerwiegenden Probleme erst nach angemessener Zeit öffentlich zu berichten.


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