Apple setzt sich in Verfahren um Lücke in Facetime-Gruppenanrufen durch

13. Mai 2019 | Apple | 0 Kommentare »

Apple konnte sich in einer noch anhängigen Klage eines Kunden vor Gericht durchsetzen: Sie betraf die Fehlfunktion der Gruppenanrufe in Facetime, die Anfang des Jahres für einigen Wirbel gesorgt hatte.

Apple hat ein laufendes Gerichtsverfahren zu seinen Gunsten abschließen können: Es wurde vom texanischen Anwalt Larry Williams angestrengt und lief seit Januar diesen Jahres, OSXi.de berichtete. Williams bezog sich in seiner Klage auf den Bug in den Gruppenanrufen von Facetime unter iOS 12.1. Damals war eine nicht unerhebliche Sicherheitslücke aufgetreten: Nutzer konnten unter bestimmten Umständen auf Mikrofon und Kamera anderer iPhone-N Nutzer zugreifen, ohne dass dies von den betroffenen Personen notwendigerweise bemerkt werden musste.

Die Richter wollten der Argumentation von Williams folgen: Der hatte ausgeführt, dass der Bug in Facetime bei ihm zur Anwendung gebracht worden war und zwar, während er in einer vertraulichen Unterredung mit einem Mandanten verweilte. Allerdings konnte der Anwalt den Richtern nicht zeigen, inwiefern ihm durch die vermeintliche Abhörattacke echter Schaden entstanden war. Auch konnte das Gericht nicht erkennen, dass Apple von der Existenz der bewussten Schwachstelle bereits zuvor wusste und sie fahrlässig offen gelassen hat, wie das der Anwalt behauptet hatte.

Hierfür seien die Ausführungen Williams zu ungenau gewesen.

Der Facetime-Bug war ungeachtet der etwas haarsträubenden Klage des Anwalts, die auf einen Schadenersatz in nicht genannter Höhe abzielte, eine der schwerwiegendsten Sicherheitsprobleme in iOS in den letzten Jahren. Aufgedeckt worden war sie überhaupt nur durch die Aufmerksamkeit eines jungen iPhone-Besitzers und seiner Mutter, hier nachzulesen.


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