Apple reichen 30% nicht mehr: Von Verlagen will man die Hälfte des Umsatzes

14. Februar 2019 | Apple | 0 Kommentare »

Die Gier kennt keine Grenzen: Apple möchte offenbar 50% des Umsatzes durch den geplanten Zeitschriftendienst einbehalten und die Verlage machen mit. Einige große Player bleiben aber zunächst draußen.

Apple soll dem Vernehmen nach in nächster Zeit einen neuen Abo-Dienst für digitale Zeitschriften launchen. Er folgt auf den Zeitungskiosk, der inzwischen faktisch tot ist. Dieser stellte Apples ersten Versuch dar, Zeitungen und Zeitschriften in sein Ökosystem zu locken.

Eine weitere Strategie, im Nachrichtengeschäft Fuß zu fassen, ist Apple News, das in den USA und demnächst auch in Kanada verfügbar ist und zumindest in den USA wohl ein Erfolg wurde. Doch der neue Dienst könnte für Apple deutlich ertragreicher werden.

Dass Apple gern mit abkassiert, ist bekannt und schon lange kontrovers diskutiert. Im App Store und bei Abos gilt schon seit je her: 30% für den Apfel. Wie nun aus gut unterrichteten Kreisen verlautete, reicht Apple das bei en Zeitschriften-Abos aber nicht mehr. Hier möchte man satte 50% der Erlöse einbehalten, mit anderen Worten: Die Hälfte. Das eigentlich verblüffende aber ist, die Verleger machen offenbar reihenweise mit. Viele Titel in den USA sollen auf den Deal eingegangen sein, vor allem Publikationen, die bereits in der Zeitschriften-App Texture gelistet waren, die Apple letztes Jahr gekauft hatte, OSXi.de berichtete, bleiben auch weiterhin dabei. Für viele Verlage ist es aussichtsreicher mit vielen neuen Lesern wenig zu verdienen als mit wenigen Lesern mehr zu verdienen, wird aus Verlagskreisen berichtet und von Apples neuem Dienst erhoffen sich die Verlage Millionen neuer Leser. Dass die Verzweiflung bei den Verlagshäusern in den USA schon so groß ist, auf ein solches Angebot einzusteigen, wirft ein bezeichnendes Licht auf die amerikanische Zeitungslandschaft.

Einige große Zeitungen bleiben indes zunächst außen vor. Es sind dies vor allem Titel, die bereits erfolgreich eigene Digitalmodelle etabliert haben wie etwa die New York Times. Sie verfolgt seit Jahren einen radikalen Nichts-Kostenlos-Politik im Netz und hat parallel ein gut angenommenes ePaper aufgelegt. Letzten Meldungen nach verdient die Times damit inzwischen mehr als mit der gedruckten Zeitung.


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