Apple räumt Verstöße gegen chinesische Arbeitsschutzgesetze durch Foxconn ein

9. September 2019 | Apple | 0 Kommentare »

Apple hat Verstöße gegen das chinesische Arbeitsschutzrecht eingeräumt, die durch seinen Auftragsfertiger Foxconn begangen worden waren. Das Unternehmen hatte zu viele saisonale Arbeitskräfte in seinen Fabriken beschäftigt.

Apple und Foxconn haben Berichte bestätigt, wonach bei Foxconn gegen chinesisches Recht verstoßen wurde. Die gewerkschaftlich orientierte Organisation China Labor Watch hatte unlängst eine Beobachtung zu den Arbeitsbedingungen in den chinesischen Fabriken von Foxconn veröffentlicht. Darin wurde unter anderem festgehalten, dass dort deutlich zu viele Zeitarbeitskräfte beschäftigt werden. Vom chinesischen Recht her erlaubt ist eine Quote von maximal 10% saisonal beschäftigter Mitarbeiter, sogenannte Dispatch Worker.

Wie nun die Agentur Bloomberg berichtet, wurde von Apple eingeräumt, dass bei den Fertigungsstandorten von Foxconn gegen diese Vorgabe verstoßen worden war. Apple erklärte hierzu auch, man habe bei seinen eigenen Untersuchungen der Arbeitsbedingungen am Standort Zhengzhou von Foxconn unzulässige Nachtarbeit entdeckt, was gegen die Firmenpolitik verstoße. Diese Verletzungen seien allerdings umgehend erkannt und die betroffenen Arbeiter finanziell entschädigt worden.

Die chinesischen Arbeitsschutzaktivisten warfen Apple indes vor, seine immensen Möglichkeiten zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen chinesischer Beschäftigter nicht auszunutzen. Das Unternehmen verlagere seine Kosten in Folge des Handelskrieges zu Ungunsten der Arbeiter, so die Organisation.
Apple merkte hierzu in seiner Stellungnahme an, man trete dafür ein, dass alle Beschäftigten in Apples Lieferkette mit Respekt behandelt werden.

In einer früheren Meldung hatten wir darüber berichtet, wie Foxconn zuletzt versucht hat, im Vorfeld der anlaufenden Massenfertigung des neuen iPhones die Reihen seiner Mitarbeiter zu schließen. Foxconn und andere Fertiger standen in der Vergangenheit wiederholt in der Kritik, weil Schüler in seinen Standorten unzulässig viel gearbeitet hatten.


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