Apple ist fair und entwicklerfreundlich: Neues Statement soll Wettbewerbsvorwürfe entkräften

29. Mai 2019 | Apple | 0 Kommentare »

Apple hat sich zu den i8mmer lauter erhobenen Wettbewerbsvorwürfen aus der Entwickler-Community geäußert: Auf einer neuen Sonderseite erklärt das Unternehmen noch einmal in blumigen Worten, wie die eigenen Prinzipien und Praktiken für den App Store ausgestaltet sind. Allein, hilft das?

Apple nimmt erneut Stellung zum ewigen Vorwurf, der da lautet: Durch die Ausgestaltung des App Stores wird Wettbewerb verhindern und zwar auf vielfache Weise. Die 30%-Abgabe an alle Entwickler ist ein Hauptkritikpunkt, Apple hatte sich hierzu schon verschiedentlich geäußert, ohne die Gemüter beruhigen zu können.

Auch das neue Statement wiederholt im wesentlichen altbekanntes, bietet aber einige interessante Details. so stellt Apple hier fest, dass tatsächlich satte 40% der eingereichten Apps abgelehnt werden und nicht in den App Store gelangen. Ob das nun gut oder schlecht ist, darüber lässt sich streiten: Tatsache ist, dass Apple dies als Argument dafür wertet, dass man die Ansprüche an Qualität und Beachtung des Datenschutzes extrem hoch ansetzt. Einige Entwickler sehen das wie berichtet aber anders. So hatten sich zuletzt Anbieter von Alternativen zu Apples Bildschirmzeit beschwert, dass ihre Apps aus dem Store entfernt wurden. Sie sahen darin einen unzulässigen Versuch, die iOS-Bildschirmzeit zu unterstützen, Apple begründete die Rauswürfe mit Sicherheitsbedenken. Die aber halten einige der betroffenen Entwickler allerdings für vorgeschoben und fadenscheinig, OSXi.de berichtete auch hierüber.

Die Wahrheit ist wie so oft nicht klar zu erkennen.

In den Ausführungen Apples findet sich auch ein Absatz zur Beseitigung von Apps, die im Sinne Apples nicht zu einer positiven Erfahrung für die Nutzer beitragen. So habe man seit 2016 rund 1,4 Millionen Apps aus dem App Store gelöscht. Viele davon verschwanden, da sie nicht mehr regelmäßig mit Updates versorgt wurden, das hatte etwa zahlreichen Apps im Zuge der Einführung des 64-Bit-Zwangs den Rest gegeben.

Weiter betont Apple, man begrüße den Wettbewerb, auch mit den eigenen Produkten. Obwohl andere App Stores mehr Downloads und Apps aufweisen, sei Apples App Store der gewinndringendste, das ist nach Lesart Apples doch Argument genug für die Fairness des Modells. Ob die Entwickler dieser Position folgen, darf bezweifelt werden, aktuell laufen bereits verschiedene Klagen gegen die App Store-Politik, die nach einem jüngst ergangenen Grundsatzurteil des obersten US-Gerichtshofs nun freie Fahrt haben.


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