Apple in Europa marktbeherrschend? EU-Kommission bereitet Wettbewerbsverfahren vor

15. März 2019 | Apple, Featured | 0 Kommentare »

Die EU-Kommission nimmt sich Apple vor. Die berüchtigte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager erklärte, es müsse geprüft werden, ob Apple mittlerweile zu einer marktbeherrschenden Größe aufgestiegen sei. Auslöser dieses Prüfverfahrens war eine Beschwerde von Spotify.

Jetzt hat es auch Apple erwischt: Die EU-Kommission prüft, ob das Unternehmen zu einflussreich geworden ist. Konkret soll untersucht werden, ob das Modell des App Stores so bleiben kann oder nicht. Die Frage der 30%-Provision, die Apple von allen Akteuren im App Store auf jede Umsatzbewegung zu seinen Gunsten anwendet, treibt App-Entwickler schon seit Jahren um, ohne dass Apple hier in irgend einer Weise mit sich reden ließe, nun hat aber der Musikstreamingdienst Spotify einen etwas größeren Stein losgetreten.

Die Wettbewerbsverfahren der EU sind bekannt dafür, oft Jahre zu dauern und letztlich zwar vor dem Europäischen Gerichtshof entschieden zu werden, dafür aber regelmäßig zum Nachteil großer Player auszugehen. Microsoft, Intel und zuletzt Google konnten bezeugen, dass man hier beim Aufstieg eines Akteurs zum Quasi-Monopolisten wenig Spaß versteht. Google wurde zu einer Milliardenstrafe verurteilt, weil es mit seiner Suche einen Marktanteil von 90% erreicht und zugleich in den Suchergebnissen die eigenen Angebote bevorzugt haben soll, bei Apple könnte etwas ähnliches passieren: Spotify klagt darüber, dass Apple sein Apple Music anbiete, während es gleichzeitig Konkurrenten zwingt, entweder teurer oder weniger nutzerfreundlich zu sein. Wettbewerbskommissarin Vestager zeigte zumindest auf Twitter: Die Botschaft von Spotify-CEO Daniel Ek ist angekommen.

Apple hat auch umgehend Stellung zu den Vorwürfen des Streamingdienstes bezogen. Erwartungsgemäß beurteilt man die Lage in Cupertino grundlegend anders.


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