App Store-Monopolklagen könnten für Apple zur teuren und anhaltenden Belastung werden

17. Mai 2019 | Apple, Featured | 0 Kommentare »

Die Folgen der jüngsten Entscheidung des obersten US-Gerichts zur Möglichkeit, Apple aufgrund der App Store-Richtlinien zu verklagen, könnte für das Unternehmen richtig teuer werden. Die Klärung der Rechtmäßigkeit der Beschaffenheit des App Stores dauert Jahre und mit Pech fällt am Ende ein Teil von Apples Geschäftsphilosophie weg.

Kürzlich hat wie berichtet der oberste US-Gerichtshof entschieden, dass Apple verklagt werden darf, weil es keine Alternative zum App Store für die Installation von Anwendungen bereitstellt. Die ersten Klagen wurden daraufhin bereits wieder aus dem Standby herausgeholt und auf den Weg gebracht. So soll iOS nach dem Willen einiger Kläger mehr wie Android werden, wie wir zuvor berichteten.

Diese Entwicklung könnte für Apple zu einer anhaltenden Belastung werden, so die Einschätzung von Analysten.

Bis endgültig entschieden wird, wie der App Store in Zukunft beschaffen sein wird, werden im amerikanischen Justizsystem noch Jahre vergehen. Während dieser Zeit wird die Möglichkeit, massiv einbrechender Umsätze die Prognosen der Entwicklung der Services-Sparte des Unternehmens belasten, so die Analystin Katy Huberty von Morgan Stanley gegenüber Investoren. Im für Apple schlimmsten Fall wird es irgendwann möglich, alternative App Stores zu gründen oder Apps aus beliebiger Quelle zu installieren, dann könnte Apple mit Monopolklagen überzogen werden, die reihenweise zu dessen Ungunsten ausgehen. In der Folge müsste Apple dann Strafzahlungen in wohl nicht unerheblichem Umfang leisten, so geschah es vor Jahren bei iBooks. Amazon und Apple waren beide in Vorwürfe der Wettbewerbsverzerrung beim Vertrieb von eBooks verstrickt, Amazon ging aus diesen Auseinandersetzungen nahezu unberührt hervor und ist inzwischen de facto ein Monopolist im eBook-Markt.

Apple hingegen musste mehrfach kräftig zahlen.


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