5G: Apple wollte tatsächlich Intels Modementwicklung kaufen

27. April 2019 | Apple | 0 Kommentare »

Apple war zeitweise bereit, Intels Modemgeschäft zu kaufen, um bei 5G schneller startbereit sein zu können. Zum Glück wird das nun nicht mehr nötig sein, dennoch ist Intel weiter motiviert, Teile seiner Entwicklungsteams abzustoßen.

Bevor der Poker zwischen Apple und Qualcomm neulich überraschend ein Ende fand, war lange fraglich, wie Apple jemals ein funktionsfähiges 5G-Modem ins iPhone bekommen könnte. Nun ist klar, dass der Mix von Qualcomm und Samsung zu gleichen Teilen bereitgestellt werden wird, wie wir zuvor berichteten, doch zwischenzeitlich hatte Apple auch noch ganz andere Pläne in der Schublade.

Sie waren auch bereits kurzfristig Gegenstand von Analystenspekulationen gewesen, doch niemand konnte so richtig an die reelle Chance der nun aufgedeckten Möglichkeit glauben.

Danach hatte man bei Apple ernstlich überlegt, Intel seine Entwicklung von Smartphonemodems abzukaufen, wie nun aus einem Medienbericht hervorgeht.

Als der Konflikt mit Qualcomm immer weiter eskalierte, sei man mit Intel in angeregte Gespräche eingetreten, die den Verkauf von Teilen von Intels Modementwicklung zum Thema hatten. Diese hätte Apple dann, so steht zu vermuten, seiner eigenen Entwicklungsabteilung für Mobilfunk-Modems einverleibt, in der man daran arbeitet, perspektivisch ein Apple-Modem ins iPhone zu bringen. Für die nächsten sechs bis acht Jahre ist Apple aber wohl mit Chips von Qualcomm versorgt.

Intel ist indes weiter daran interessiert, sein Modemgeschäft abzustoßen. Diese Einheit und ihr hoch qualifiziertes Personal sorgen für laufende Verluste in Höhe von einer Milliarde Dollar pro Jahr und Intel steckt momentan in einer angespannten Phase, da bei einer durchwachsenden Nachfrage mehrere Unternehmensbereiche zuletzt deutliche Verluste ausgewiesen haben und die lange totgeglaubte Konkurrenz in Form von AMD wieder unter Dampf steht und begonnen hat, aufzuschließen.


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