13 Milliarden Euro: Apple Steuernachzahlungen an Irland sollen im Mai beginnen

24. April 2018 | Apple | 0 Kommentare »

Vor gut einem Jahr hat die Europäische Union in die Steuer-Deals von Apple und Irland eingegriffen: Apple muss 13 Milliarden Euro an Steuern an das Land nachzahlen, hieß es in einem Beschluss. Irland hatte sich zuvor geweigert die Steuern einzutreiben und man ist sich bis heute nicht einig, wer im Recht ist. Nun ist sich immerhin der iPhone Bauer und das Steuerparadies in Verhandlungen einig geworden, wie man weiter vorgeht.

Im Mai sollen die Zahlungen der 13 Milliarden in Raten beginnen, heißt es heute in der Financial Times. Bis zum September soll dann der letzte Cent in Irland gelandet sein. Es handelt sich bei der Steuernachzahlung um die größte ihrer Art, die es jemals gegeben hat. Doch das Geld wandert nicht einfach direkt in die Staatskassa!

Die 13 Milliarden darf Irland noch nicht anrühren. Sie landen auf einem Sperrkonto, das nur dann geöffnet wird, wenn man sich vor Gericht einig ist bzw. der letzte Entschluss gegen Apple und Irland gefasst wurde. Vermutlich liegen aber noch mehrere Jahre voller Gerichtsverfahren, Berufungen sowie Anwaltskosten in unglaublichen Millionenhöhen vor uns.

Übrigens: Sollte Apple am Ende doch noch Recht behalten, bekommt man die 13 Milliarden Euro allesamt wieder zurück.

Der Hintergrund dürfte den meisten von euch bekannt sein. Nichtsdestotrotz hier die Kurzfassung: Letztendlich geht es um die Frage, ob der Steuersatz von absolut lächerlichen 0,5% in Irland eine Sonderregelung für Apple war. Die EU sieht das genau so und liegt damit wohl nicht so weit von der Realität entfernt. Konkret geht es um zu niedrige Steuerzahlungen von Apple in Irland in den Jahren 2003 bis 2013. Irland wird von Apple bekanntlich als Steuerparadies genutzt, um sämtliche Gewinne von hierzulande zu parken.


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